Verband: Mietmarkt für Fahrräder noch stark ausbaufähig

Fahrräder werden in Deutschland selten für befristete Zeiträume gemietet oder für Einzelfahrten ausgeliehen. Ein Branchenverband möchte das ändern und damit auch Lieferdienste sicherer machen.
dpa |
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Statistisch besitzt jeder Mensch in Deutschland mehr als ein Fahrrad. Mietangebote haben es da schwer. (Archivbild)
Statistisch besitzt jeder Mensch in Deutschland mehr als ein Fahrrad. Mietangebote haben es da schwer. (Archivbild) © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Berlin/Frankfurt

Auf dem deutschen Mobilitätsmarkt ist das Angebot für Leih- und Mietfahrräder nach Einschätzung eines Branchenverbands noch stark ausbaufähig. Nach Erhebungen von "Zukunft Fahrrad" gab es Anfang September in Deutschland 102.550 Fahrräder, die rund um die Uhr über Bikesharing-Systeme ausgeliehen werden konnten. Das waren 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 

Daneben gab es noch rund 98.000 private Fahrrad-Abos und bis zu 14.000 gewerbliche Verträge, mit denen Unternehmen beispielsweise Räder für ihre Lieferdienste anmieten. Berücksichtigt wurden sowohl E-Bikes als auch Fahrräder ohne Motor. Nicht enthalten sind Fahrradverleihe insbesondere in touristischen Gebieten. 

Vorschlag steuerlicher Anreize

Im Vergleich zum Gesamtmarkt mit mehr als 90 Millionen Rädern im Bestand und rund 3,8 Millionen Neuverkäufen in diesem Jahr sind das sehr geringe Zahlen für Leih- und Mietangebote. Nach Einschätzung von Zukunft Fahrrad könnte diese aber gezielt gesteigert werden.

Es fehle ein steuerlicher Anreiz für Fahrrad-Abos und Bikesharing, meint Geschäftsführer Wasilis von Rauch. Steuerlich vereinfachte Mobilitätsbudgets für nachhaltige Mobilität könnten diese Lücke füllen und Arbeitgebern ein wichtiges Angebot für Mobilität von Mitarbeitenden ermöglichen. 

Für Essenslieferdienste böten gewerbliche Mietfahrräder eine verkehrssichere und verlässliche Alternative zu den derzeit noch häufig genutzten illegal motorisierten Billig-Fatbikes aus China, so der Verband. Hier sei ein gezieltes Eingreifen der Marktaufsicht gegen illegale Lieferbikes notwendig und die Lieferdienste müssten stärker in die Verantwortung genommen werden.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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