US-Börse fällt wegen Krieg: Dow Jones auf Tief seit Oktober

Wegen der Kämpfe im Nahen Osten stehen die Aktienmärkte in den USA unter Druck. Der Leitindex sinkt zeitweise auf ein mehrmonatiges Tief. Unter Anlegern herrscht Ernüchterung.
dpa |
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Die Börsen in New York stehen unter Druck (Archivbild)
Die Börsen in New York stehen unter Druck (Archivbild) © Seth Wenig/AP/dpa
New York

Angesichts einer fehlenden Deeskalation im Iran-Krieg und hoher Ölpreise ist der US-Leitindex Dow Jones Industrial zeitweise auf ein Tief seit Oktober gefallen. Wegen weiterer Angriffe des Irans auf Öl- und Gasinfrastrukturen der Golfstaaten mieden Anleger vor dem Wochenende das Risiko.

Der Dow Jones Industrial stand am Freitag gegen Ende der ersten Handelsstunde 0,6 Prozent tiefer bei 45.760 Punkten. Im Verlauf erreichte der Index mit 45.712 Zählern seinen tiefsten Wert seit Oktober. Für die laufende Woche bahnt sich ein Abschlag von 1,7 Prozent an.

Andere US-Indizes fielen am Freitag etwas deutlicher: Der marktbreite S&P 500 sank um 0,9 Prozent auf 6.547 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 um 1,2 Prozent auf 24.070 Punkte. Das charttechnische Bild gilt damit als eingetrübt, denn die drei großen US-Indizes notieren inzwischen alle unterhalb ihrer 200-Tage-Durchschnittslinien.

Der Markt sei zu Beginn des Kriegs vor gut drei Wochen irrtümlich von einem nur kurzen Konflikt ausgegangen, kommentierte David Kruk, Leiter des Handels beim Vermögensverwalter La Financière de l'Echiquier in Paris. Die Stimmung unter Anlegern habe sich eindeutig in Richtung einer pessimistischeren Haltung verschoben.

Eine positive Ausnahme waren am Freitag die Aktien von Fedex, die um 2,1 Prozent in Richtung Rekordhochs stiegen. Der Logistikkonzern präsentierte einen starken Quartalsbericht und hob trotz der kriegsbedingten Unsicherheit sowie der US-Zollpolitik sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr an.

Im Technologiesektor fielen ARM Holdings mit einem Anstieg um 3,6 Prozent positiv auf. Als Treiber fungierte hier eine Kaufempfehlung der britischen Bank HSBC. Einen heftigen Kursrutsch um 27 Prozent machten dagegen die Aktionäre von Super Micro durch. Die USA haben einen Mitgründer des Rechenzentren-Ausstatters angeklagt wegen des Verdachts, dass illegal Server mit Nvidia-Chips nach China geliefert wurden - und dies im Milliardenwert. Der Angeklagte und weitere Mitarbeiter sollen die KI-Technologie über ein Unternehmen in Südostasien transferiert haben.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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