US-Behörden warnen vor Angriffen auf Kühlanlagen weltweit

Cyberkriminelle können aus der Ferne die Temperatur in Kühlanlagen erhöhen. Nun schlagen US-Behörden Alarm: Weltweit könnten Supermärkte und Gesundheitseinrichtungen ins Visier der Angreifer geraten.
dpa |
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In mehreren Ländern wurden Supermärkte Ziel von Cyberangriffen auf Kühl- und Gefriersysteme wie hier in Schweden. (Archivbild)
In mehreren Ländern wurden Supermärkte Ziel von Cyberangriffen auf Kühl- und Gefriersysteme wie hier in Schweden. (Archivbild) © Johan Nilsson /TT/TT News Agency via AP/dpa
Washington

Nach einer Reihe von Cyberangriffen auf Kühlsysteme in Supermärkten haben die US-Bundespolizei FBI und weitere US-Behörden vor andauernder Bedrohung gewarnt. Cyberkriminelle zielten weltweit auf Sicherheitslücken in Kühlsystemen ab, hieß es in der Mitteilung, die das FBI, die US-Behörde für Cybersicherheit und den Schutz kritischer Infrastrukturen (CISA) sowie die Ministerien für Gesundheit, Landwirtschaft und Verkehr am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten.

"Wir beobachten, dass diese Systeme der kritischen Infrastruktur über verschiedene Sektoren hinweg weltweit ins Visier genommen werden", sagte Brett Leatherman, Leiter der Cyber-Abteilung des FBI, laut der Mitteilung. "Jede Organisation, die auf Kühl- und Überwachungssysteme angewiesen ist, sollte davon ausgehen, dass sie ein Ziel sein könnte", wurde der amtierende Vizechef der CISA-Cybersicherheitsabteilung, Chris Butera, zitiert.

Seien die Angreifer erfolgreich, könne die Temperatur in den Anlagen verändert werden, was zu Brandgefahr, Warenverlusten und verkürzter Lebensdauer der Systeme führen könne. Die Behörden rieten unter anderem dazu, die Systeme vom Internet zu trennen, Passwörter zu ändern und veraltete Geräte auszutauschen.

Angriffe auf Supermärkte und eine Blutbank

Seit Mitte Oktober kam es in mehreren europäischen Ländern zu Cyberangriffen auf Kühl- und Gefriersysteme in Supermärkten und Lebensmittelbetrieben. Angreifer sorgten aus der Ferne dafür, dass die Temperatur in Kühlschränken und Tiefkühltruhen stieg, sodass Ware verdarb. 

Betroffen waren unter anderem Frankreich, Belgien, Schweden, Irland, die Niederlande, Estland, Finnland sowie Deutschland. Anfang November wurde die französische Blutbank Ziel eines solchen Angriffs. Auch in den Vereinigten Staaten werden US-Medien zufolge mehrere Vorfälle untersucht. Die EU-Kommission berief ein Krisentreffen ein. Wer hinter den Attacken steckt, ist bislang unklar.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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