Unruhen in Frankreich: Handelskette Carrefour kappt Prognose

Proteste in Frankreich wurden von gewaltsamen Ausschreitungen und Plünderungen überschattet. Das hat nun auch wirtschaftliche Folgen für den Handel.
dpa |
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Der Supermarktkette Carrefour machen die Unruhen in Frankreich zu schaffen (Archivbild)
Der Supermarktkette Carrefour machen die Unruhen in Frankreich zu schaffen (Archivbild) © Loic Venance/AFP/dpa
Paris

Die französische Supermarktkette Carrefour hat wegen der Unruhen in Frankreich ihre Prognosen für das Gesamtjahr gesenkt. Die Unruhen halten aus Sicht des Konzerns Kunden fern, untergraben das Vertrauen der Verbraucher und erhöhen die Kosten. 

"Unsere Unternehmensgruppe sieht sich in Frankreich mit einer beispiellosen Situation konfrontiert", sagte Konzernchef Alexandre Bompard laut Mitteilung. Es herrsche "große Unsicherheit" hinsichtlich der Entwicklung der Konsumausgaben und der Bedingungen, unter denen die eigenen Filialen wieder öffnen können, mahnte er. "Da wir nun in die entscheidende Jahresendphase für den Einzelhandel eintreten, hat diese Situation erhebliche Auswirkungen auf die Konsumausgaben - die ohnehin schon durch steigende Energiekosten unter Druck stehen", sagte er.

Der bereinigte Gewinn pro Aktie dürfte in diesem Jahr nur stabil bleiben oder leicht wachsen, teilte der Konzern in Paris mit. Bisher hatte der Händler mit einem "hohen einstelligen Wachstum" gerechnet. Zudem kappte Carrefour seine Ziele für 2026 unter anderem mit Blick auf die Marge des wiederkehrenden Betriebsergebnisses und die Investitionsausgaben.

Am Wochenende waren landesweite Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten in Frankreich von schweren Ausschreitungen und Plünderungen begleitet worden. Auch in der Nacht zu Montag blieb die Lage, etwa in Paris, angespannt. Nach den schweren Ausschreitungen wurden örtlich begrenzte Ausgangssperren verhängt. Die Protestbewegung der Gelbwesten rief zu neuen Demonstrationen für diesen Samstag auf. Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu kündigte eine umfangreiche Mobilisierung der Polizei an.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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