Türkei will Firmen mit Steuersenkungen anlocken

Präsident Erdogan hat Rückkehrer und Investoren im Blick. Er spricht von einem "radikalen Schritt".
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Die türkische Regierung hat umfassende Steuersenkungen angekündigt. (Symbolbild)
Die türkische Regierung hat umfassende Steuersenkungen angekündigt. (Symbolbild) © Sadat/XinHua/dpa
Istanbul

Die türkische Regierung plant umfassende Steuersenkungen und will damit Unternehmen und Rückkehrer ins Land locken. Wer in den vergangenen drei Jahren nicht in der Türkei steuerlich ansässig war, müsse nach seinem Umzug 20 Jahre lang keine Steuern auf die im Ausland erzielten Einkünfte zahlen, kündigte Präsident Recep Tayyip Erdogan an.

Mit den Erleichterungen präsentiere sich die Türkei als stabiles Land in der vom Krieg betroffenen Region, sagte Erdogan in einer Rede bei einem Kongress mit dem Titel "Die Türkei – ein starker Standort für Investitionen". 

Erdogan sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge, das Land sei nicht mehr nur die Brücke zwischen Orient und Okzident, sondern "ein unverzichtbarer Knotenpunkt für die Energie- und Handelskorridore in der Region". 

Niedrigere Steuern für Ausländer und Exporteure

Die Regierung beabsichtigt außerdem, im Ausland befindliche Vermögenswerte türkischer Staatsbürger und Unternehmen wieder ins Land zurückzuholen. Dazu soll es möglich sein, im Ausland gelagertes Geld und Gold sowie Wertpapiere innerhalb einer bestimmten Frist zu einem niedrigen Steuersatz in die Türkei zurückzuführen. Für produzierende türkische Exporteure stellte Erdogan Senkungen der Körperschaftsteuer auf 9 Prozent von derzeit 25 Prozent in Aussicht. 

Bereits in der Vergangenheit habe seine Regierung zahlreiche Reformen beschlossen, um Investitionen zu fördern, jetzt sei ein "noch radikalerer Schritt" geplant, sagte er. Besondere Regelungen soll es zudem für Firmen geben, die im Istanbuler Finanzzentrum angesiedelt sind - für sie werde keine Körperschaftsteuer mehr erhoben.

Neue Investitionen

Die Türkei solle zu einem regionalen Anziehungspunkt für Start-ups und auch für Risikokapital werden. Dafür will die Regierung die Infrastruktur für Unternehmer stärken, beispielsweise mit dem Terminal-Istanbul-Projekt. Dabei handelt es sich um ein Gründer- und Technologiezentrum auf dem Gelände des ehemaligen Atatürk-Flughafens, das den öffentlichen Sektor, Hochschulen und die Privatwirtschaft zusammenbringen soll. 

Das gesamte Gesetzespaket soll in Kürze dem Parlament vorgelegt werden, sagte Erdogan, ohne ein genaues Datum zu nennen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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