Trump verklagt Großbank JPMorgan wegen Kontoschließungen

Nach dem Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol in Washington kündigte die US-Bank JPMorgan Chase im Jahr 2021 Konten von Donald Trump. Der Präsident zieht nun vor Gericht.
dpa |
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JPMorgan verweist darauf, dass Konten wegen rechtlicher oder regulatorischer Risiken geschlossen werden könnten. (Archivbild)
JPMorgan verweist darauf, dass Konten wegen rechtlicher oder regulatorischer Risiken geschlossen werden könnten. (Archivbild) © Justin Lane/epa/dpa
Washington

Donald Trump verlangt mindestens fünf Milliarden Dollar von der Großbank JPMorgan Chase, weil sie 2021 Konten des heutigen Präsidenten nach dem Sturm seiner Anhänger auf das US-Kapitol geschlossen hatte. Trumps Anwälte argumentieren, der Schritt sei politisch motiviert gewesen. Die Bank wies die Vorwürfe zurück: Man schließe Accounts, wenn sie ein rechtliches oder regulatorisches Risiko darstellten - aber nicht aus politischen oder religiösen Gründen.

Der vom US-Sender CNBC veröffentlichten Klage in Florida zufolge informierte die Bank Trump und mehrere seiner Firmen am 19. Februar 2021, dass ihre Konten in zwei Monaten geschlossen würden. Dadurch sei ihnen Schaden unter anderem dadurch entstanden, dass sie weniger lukrative Geschäftsbeziehungen mit anderen Finanzinstituten hätten eingehen müssen, heißt es. Trump und seine Firmen seien auch auf eine schwarze Liste in der Vermögensverwaltung gekommen.

Neben JPMorgan richtet sich die Klage auch gegen Bankchef Jamie Dimon persönlich. Trump hatte bereits zuvor gedroht, JP Morgan zu verklagen - und auch die Bank of America kritisiert, weil das Kreditinstitut eine Einzahlung von einer Milliarde Dollar abgelehnt habe.

Rechtliche Probleme nach Kapitol-Erstürmung

Trumps Anhänger waren am 6. Januar 2021 gewaltsam in das Parlamentsgebäude in Washington eingedrungen. Die Menge wollte verhindern, dass der US-Kongress den Wahlsieg von Joe Biden bei der Präsidentenwahl 2020 besiegelt. Trump hatte davor wochenlang ohne Belege behauptet, dass ihm der Wahlsieg durch Betrug gestohlen worden sei - und die Stimmung vor der Attacke mit einem Auftritt vor seinen Anhängern angeheizt. Nach dem Sturm auf das Kapitol verlor er auch die Präsenz auf großen Online-Plattformen, was ihn zu Klagen gegen Tech-Konzerne veranlasste. 

Ermittlungen gegen Trump liefen nach seiner Wiederwahl im Herbst 2024 ins Leere. Direkt zu Beginn seiner zweiten Amtszeit begnadigte er sämtliche Beteiligte der Kapitol-Erstürmung. Er behauptet weiterhin, die Wahl sei manipuliert worden.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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