Im "Geist des Dialogs": Trump kommt zu Weltwirtschaftsforum

Das Weltwirtschaftsforum steht für Dialog und Multilateralismus. Auch wenn US-Präsident Donald Trump oft andere Werte vertritt, ist er ein Fan des Meetings in den Schweizer Bergen.
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Im vergangenen Jahr hatte sich Trump zuschalten lassen. (Archivbild)
Im vergangenen Jahr hatte sich Trump zuschalten lassen. (Archivbild) © Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa
Davos

US-Präsident Donald Trump kommt zurück auf die Bühne des Weltwirtschaftsforums in Davos. Er werde mit der größten US-Delegation anreisen, die das Treffen von Topmanagern und Politikgrößen in den Schweizer Bergen je gesehen habe, kündigte WEF-Präsident Børge Brende an. Die Jahrestagung in der kommenden Woche erlebe auch insgesamt eine Rekordteilnahme. Aus Deutschland wollen unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil anreisen.

"Wir erwarten sechs der sieben G7-Staats- und Regierungschefs in Davos", sagte Brende. Namentlich genannt wurde neben Trump und Merz der Spanier Pedro Sanchez. Wie in den Vorjahren werden auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Israels Staatspräsident Izchak Herzog anreisen. 

WEF hofft auf "Geist des Dialogs"

Das Forum finde vor dem komplexesten geopolitischen Hintergrund seit 1945 statt, einer Zeit mit zunehmender Fragmentierung und raschem technologischen Wandel, sagte Brende. Er hoffe in Davos auf den "Geist des Dialogs" - so lautet das diesjährige Motto. Dialog sei nötig vor dem Hintergrund von Themen wie Verhandlungen über den Ukraine-Krieg, den Ausschreitungen im Iran oder der Zukunft von Gaza und Venezuela. 

Trump kennt Davos bereits

Rund 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden erwartet, darunter 64 Staats- und Regierungschefs und 850 Topmanager. Für Trump ist es nicht das erste Mal: Schon 2018 und 2020, während seiner ersten Präsidentschaft, nahm er an dem prestigeträchtigen Treffen im Schweizer Wintersportort teil. Dabei passt Trump wirtschaftspolitisch eigentlich gar nicht so gut in das Forum, denn dessen Gründungsgedanke handelt von Globalisierung, offenen Märkten, einer integrierten Weltwirtschaft - so ziemlich dem Gegenteil von "America first". 

Trotzdem ist Trump ein Fan des WEF. Im vergangenen Jahr hatte er sich nur wenige Tage nach seiner Vereidigung digital zuschalten lassen. Dort hatte er der Wirtschaftselite mit Zöllen gedroht, nicht viel später machte er diese Drohungen wahr. 

Krisen lösen in informellem Rahmen

Eigentlich ist das WEF das Jahrestreffen der Forumsmitglieder, überwiegend große Firmen. Sie sollen sich nach WEF-Vorstellungen Gedanken über ihren Beitrag zur Lösung weltweiter Krisen machen, auch beim Klima und der Natur. Leitsatz des Forums ist: "Den Zustand der Welt verbessern". Seit Jahren nutzen Politiker aus aller Welt das Forum aber auch für Gespräche in informellem Rahmen. So könnte es in diesem Jahr am Rande auch wieder Gespräche über Wege zum Ende des russischen Kriegs in der Ukraine geben.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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