Total führt Spritpreis-Deckel in Frankreich wieder ein

Total deckelt in Frankreich erneut die Spritpreise. Was das für Autofahrerinnen und Autofahrer an den 3.300 Tankstellen des Konzerns konkret bedeutet.
dpa |
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Der Energie-Konzern Total deckelt an seinem französischen Tankstellennetz erneut die Spritpreise (Archivbild).
Der Energie-Konzern Total deckelt an seinem französischen Tankstellennetz erneut die Spritpreise (Archivbild). © Fabian Sommer/dpa
Paris

Angesichts des wiederaufflammenden Iran-Kriegs und steigender Kraftstoffpreise führt der Energiekonzern Total für sein Tankstellennetz in Frankreich erneut einen Spritpreis-Deckel ein. Ab sofort werde der Preis für Benzin auf 1,99 Euro und der für Diesel auf 2,25 Euro pro Liter gedeckelt, teilte Total in Paris mit. Die Höchstpreise gelten an den rund 3.300 Tankstellen des Konzerns in Frankreich. An drei Wochenenden im Ferienmonat August, an denen besonders viele Menschen verreisen, gibt es auch Diesel für 1,99 Euro.

Total hatte die Spritpreise bereits im Mai und Juni zeitweise gedeckelt. Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu hatte den französischen Energieriesen zuvor mit klaren Worten aufgerufen, die Verbraucher an seinen angesichts der Energiekrise kräftig gestiegenen Gewinnen "auf schnellem und einfachem Weg" teilhaben zu lassen. Nach Einführen des Spritpreis-Deckels wehrte Total sich bislang erfolgreich gegen Forderungen aus Teilen der Politik, der Konzern solle wegen sprudelnder Gewinne eine sogenannte Übergewinnsteuer zahlen.

In Deutschland plant die Regierung trotz stark gestiegener Spritpreise derzeit keine neuen Entlastungen für Autofahrer. Man habe Entlastungsmaßnahmen beendet, und momentan sehe man keine neuen Maßnahmen, sage Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montag in Berlin. Er verwies auf Schwankungen des Spritpreises je nach Lage im Iran-Krieg und der Straße von Hormus. Damit werde man noch eine Weile leben müssen. Die Bundesregierung werde die Lage genau beobachten. Momentan gebe es aber keine Notwendigkeit für neue Entlastungen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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