Tesla enttäuscht Anleger mit bisher höchstem Quartalsverlust

Elon Musk ist ein Superstar an der Börse - seine Versprechen haben Teslas Aktien einen Höhenflug beschert. Doch nun folgt Ernüchterung für Anleger: Tiefrote Zahlen und das Eingeständnis, dass die eigenen Produktionsziele beim wichtigen Model 3 nicht zu schaffen sind.
| dpa
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Palo Alto - Hohe Kosten für den Angriff im Massenmarkt haben den Elektroautobauer Tesla im dritten Quartal stärker als erwartet in die roten Zahlen gedrückt.

Unter dem Strich fiel ein Verlust in Höhe von 619 Millionen Dollar (533 Mio Euro) an, wie der Konzern von Tech-Milliardär Elon Musk nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Aktie fiel nachbörslich um über vier Prozent.

Es ist der höchste Fehlbetrag, den Tesla seinen Investoren bislang in einem Quartal zugemutet hat. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte die Firma noch 22 Millionen Dollar verdient. Immerhin: Der Umsatz kletterte um knapp 30 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar, damit wurden die Prognosen der Analysten übertroffen.

Fertigungsziele für das Model 3 sind nicht einzuhalten

Tesla investiert massiv, um zügig die Produktion seines ersten E-Autos für den Massenmarkt - das Model 3 - auszubauen. Doch trotz des finanziellen Kraftakts musste Musk eingestehen, dass seine Fertigungsziele nicht einzuhalten sind. Statt Ende des Jahres sollen nun erst spät im ersten Quartal 5.000 Fahrzeuge pro Woche vom Band rollen.

Mit lediglich 260 hergestellten Model 3 verfehlte das Unternehmen seine Ziele im dritten Quartal massiv. Im Brief an die Aktionäre hieß es, die Produktion sei in der Startphase eine Herausforderung, werde aber stetig erhöht. "Wir machen weiter Fortschritte, die anfänglichen Engpässe zu lösen". Es sei aber schwer, vorauszusagen, wie lange es dauern werde, die Probleme zu bewältigen, räumte Musk ein.

Anleger reagierten enttäuscht. Die hohen Erwartungen an das Model 3 hatten Tesla monatelang an der Börse beflügelt. Der Kurs ist seit Anfang des Jahres um über 50 Prozent gestiegen. Zwischenzeitlich hatte die Musk-Firma - trotz im direkten Vergleich winziger Produktionszahlen - sogar den Branchenriesen General Motors als wertvollsten US-Autokonzern am Markt abgelöst.

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