Tankstelle in Oberfranken ändert Preise nur alle zwei Wochen

Während die meisten Tankstellen täglich die Preise ändern, bleibt bei Herbert Brendel alles beim Alten – und wenn, wird der Preis noch von Hand angepasst.
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Herbert Brendel passt die Preisanzeige noch händisch an.
Herbert Brendel passt die Preisanzeige noch händisch an. © Daniel Löb/dpa
Gößweinstein

Der Besitzer einer der wohl ältesten Tankstellen Deutschlands, Herbert Brendel aus dem oberfränkischen Gößweinstein, macht das tägliche Drehen an der Preisschraube nicht mit. Anders als die überwiegende Mehrheit seiner Konkurrenten ändert sich bei Brendel der Preis für Diesel und Benzin in der Regel nur, wenn eine neue Lieferung kommt.

"Ich habe halt immer die Einstellung gehabt, wenn der Kraftstoff hier angeliefert ist, dann bekomme ich meinen Preis, mache meinen kleinen marktgerechten Aufschlag und so verkaufe ich so lange, bis diese Lieferung verkauft ist.", sagte Brendel der Deutschen Presse-Agentur. 

Selbst mit Beginn des Iran-Kriegs blieben die Preise bis zur nächsten Lieferung gleich, sagte Brendel: "Mein Preis ist so stehen geblieben, wie er war. Und ich habe da natürlich einen Ansturm gehabt wie verrückt, dass in eineinhalb Tagen drei Sorten leer waren, weil ich den Preis nicht geändert habe." Heißt aber auch: Günstiger wird es zwischen zwei Lieferungen in der Regel ebenfalls nicht. 

Wie viel der Kunde zu zahlen hat, wird bei Brendel nicht digital angezeigt. Vielmehr muss der Tankstellenbetreiber die Preise händisch ändern und jede Ziffer einzeln ab- oder anhängen.

100 Jahre wird die Tankstelle in der Fränkischen Schweiz in diesem Monat alt, die Brendel in vierter Generation führt. Und weil sie noch so nostalgisch aussieht, zieht es Brendel zufolge viele Menschen mit Oldtimern zu seiner Tanke im Gemeindeteil Behringersmühle, um Bilder zu machen.

Seit Wochen treiben die hohen Spritkosten Normalbürger und Unternehmen um. Der April war der teuerste Tankmonat aller Zeiten. Sowohl Superbenzin der Sorte E10 als auch Diesel waren im bundesweiten Monatsdurchschnitt so teuer wie nie zuvor, wie aus Daten des ADAC hervorgeht.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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