"Talfahrt scheint beendet": Deutsche Produktion steigt

Die Unternehmen steigern im Juni die Produktion zum dritten Mal in Folge. Besonders die Autobranche treibt das Wachstum an. Das gibt Hoffnung für die Konjunktur.
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Die deutsche Produktion wächst den dritten Monat in Folge
Die deutsche Produktion wächst den dritten Monat in Folge © Marcel Kusch/dpa
Wiesbaden

Das Verarbeitende Gewerbe Deutschland hat sich im Juni auch dank einer steigenden Produktion in der Autobranche weiter erholt. Industrie, Bau und Energieversorger stellten insgesamt saison- und kalenderbereinigt 0,2 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Es ist der dritte Anstieg in Folge.

Grund für das Plus im Juni sind maßgeblich Zuwächse in der Automobilindustrie. Hier stieg die Produktion laut Statistischem Bundesamt im Monatsvergleich um 3,6 Prozent. Auch der Anstieg im sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) mit plus 8,4 Prozent stützte die Entwicklung. Negativ habe sich hingegen ein Rückgang im Maschinenbau von 3,9 Prozent ausgewirkt.

Lichtblick für Konjunktur

"Inzwischen scheint die Talfahrt der Industrie beendet", schreibt Jens-Oliver Niklasch, Ökonom bei der Landesbank LBBW. "Wir haben eine gewisse Stabilität erreicht." Neue Konjunkturdaten ließen mit vorsichtiger Zuversicht in die zweite Jahreshälfte schauen. Zu den Abwärtsrisiken zählten die geopolitische Lage, die Energieversorgung und das Niedrigwasser.

"Der niedrige Füllstand der Gasspeicher dürfte bald verstärkt in den Blick genommen werden, und wer weiß, welche Folgen die niedrigen Pegelstände der großen Flüsse noch zeitigen", sagte Niklasch. "Alles in allem sah es aber vor vier, fünf Monaten insgesamt schlechter aus als heute."

Die neuen Produktionsdaten machen Hoffnung für die deutsche Konjunktur. Die Wirtschaft hatte hierzulande im zweiten Quartal trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg um 0,2 Prozent zugelegt. Im laufenden Gesamtjahr erwartet führende Ökonomen ein leichtes Wachstum.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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