Streit im Übernahmeringen: Commerzbank kontert Unicredit

Die Unicredit hält den Druck auf die Commerzbank hoch. Doch die zweifelt an den Aussagen der Italiener und spricht erneut von widersprüchlichen Angaben.
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Die Commerzbank wehrt sich gegen eine Übernahme durch die Unicredit. (Archivbild)
Die Commerzbank wehrt sich gegen eine Übernahme durch die Unicredit. (Archivbild) © Michael Brandt/dpa
Frankfurt/Main

Großinvestoren haben der Commerzbank nach deren Angaben im Übernahmeringen mit der Unicredit die Treue gehalten. Die Frankfurter Bank betonte, ihre Aktionärsstruktur sei trotz der laufenden Übernahmeofferte "weitgehend unverändert". 

Bislang hätten Großinvestoren wie Fonds nur etwas mehr als ein Prozent der Commerzbank-Aktien der italienischen Großbank angedient; rund 0,05 Prozent der angedienten Aktien entfalle auf Privatanleger, der Rest stamme von Banken.

"Der verbleibende Streubesitz verteilt sich auf mehrere hundert institutionelle Investoren sowie mehr als 500.000 Privatanleger", hieß es in einer Mitteilung der Commerzbank, die damit "widersprüchlichen Aussagen" der Unicredit entgegentreten wolle. Deren Chef Andrea Orcel hatte zuletzt gesagt, dass fast alle aktiven Großinvestoren ihre Commerzbank-Aktien verkauft oder angedient hätten.

Positionen irreführend aufgebläht?

Insgesamt war das Tauschangebot der Unicredit für die Commerzbank innerhalb der regulären Übernahmefrist für 12,51 Prozent der Commerzbank-Aktien angenommen worden, zuletzt wurde die Frist bis 3. Juli verlängert. 

Die Commerzbank verdächtigt die Unicredit, ihre Aktienposition künstlich aufzublähen, um den Eindruck zu erwecken, die Übernahme schreite schnell voran. Nach Einschätzung der Frankfurter stammen die angedienten Aktien überwiegend von Banken, mit denen die Unicredit über Finanzinstrumente Geschäfte macht, und nicht von unabhängigen Aktionären. Die Unicredit wies die Vorwürfe wiederholt zurück.

Die Commerzbank rät ihren Aktionären davon ab, das Umtauschangebot anzunehmen, da es keine angemessene Prämie enthalte. Die Unicredit bietet für jede Commerzbank-Aktie 0,485 eigene Aktien. Die Kritik der Commerzbank lenke vom Sinn der Übernahme ab, argumentierte die Unicredit: dem Schmieden einer europäischen Großbank im Wettlauf mit großen US-Häusern. In Deutschland ist die Unicredit bereits mit der Hypovereinsbank aktiv. Sie sieht Potenzial für Milliardeneinsparungen inklusive des Abbaus Tausender Stellen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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