Start-up TEC wirbt fast halbe Milliarde für Riesenrakete ein

Ein fünf Jahre altes Unternehmen will eine Riesenrakete mit bis zu 60 Tonnen Nutzlast bauen. Risikoinvestoren gefällt der Plan.
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TEC-Chefin Hélène Huby im Jahr 2025. (Archiv)
TEC-Chefin Hélène Huby im Jahr 2025. (Archiv) © Matthias Balk/dpa
München

Ein erst 2021 gegründetes Raumfahrtunternehmen hat bei wagemutigen Investoren 450 Millionen Dollar (gut 387 Mio. Euro) für die Entwicklung einer Riesenrakete und einer Astronautenkapsel eingeworben. Das deutsch-französische Start-up The Exploration Company (TEC) will die Trägerrakete mit bis zu 60 Tonnen Nutzlast bis 2033 entwickelt haben, wie Unternehmenschefin Hélène Huby sagte. 

Zum Vergleich: Der derzeitige Spitzenreiter Ariane 6 kann etwas mehr als 20 Tonnen befördern. Huby nannte das Zieldatum selbst "aggressiv" und schloss Verzögerungen nicht aus. Insgesamt hat sich TEC damit nach Firmenangaben bisher 680 Millionen Dollar Finanzierung gesichert. 

Raumkapsel soll Ende November an die ISS andocken 

Die "Nyx" getaufte wiederverwendbare Raumkapsel soll sehr viel früher fertig werden. Nach jetzigem Plan soll die Kapsel - noch ohne Astronauten an Bord - am 28. November erstmals an die Internationale Raumstation ISS andocken, wie Huby sagte. 

Die französische Managerin ist gleichzeitig Sondergesandte des französischen Präsidenten für den Pariser Weltraumgipfel an diesem Mittwoch und Donnerstag. Die Konferenz war auch Anlass der TEC-Mitteilung. Die Muttergesellschaft sitzt in Gauting bei München, eine hundertprozentige Tochter in Frankreich. 

Raketenmangel in Europa, aber große Pläne 

Raketenentwicklung ist in Europa derzeit eine Boombranche. Die einzige serienreife europäische Trägerrakete ist die Ariane 6. Doch diese wird nur in kleinen Stückzahlen hergestellt. Der Bedarf aber ist groß: Sowohl Privatunternehmen als auch Regierungen stehen Schlange, um in den nächsten Jahren viele tausend zivile und militärische Satelliten in Umlaufbahnen befördern zu lassen. 

Die meisten Aufträge gewinnt mangels europäischer Kapazitäten das US-Unternehmen SpaceX. Am Samstagabend hatte das deutsche Start-up Isar Aerospace beim zweiten Testflug seiner Spectrum-Rakete erfolgreich fünf Satelliten ausgesetzt. Die Spectrum ist jedoch eine sehr viel kleinere Rakete als die Ariane 6 mit vergleichsweise geringer Nutzlast.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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