Spanien verlängert Laufzeit von AKW Almaraz bis 2030

Spanien will bis 2035 aus der Atomkraft aussteigen. Wegen der angespannten Lage auf den internationalen Energiemärkten weicht die linke Regierung nun aber vom Fahrplan ab.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Die linke Regierung von Pedro Sánchez will 2035 den letzten Atommeiler abschalten. (Archivbild)
Die linke Regierung von Pedro Sánchez will 2035 den letzten Atommeiler abschalten. (Archivbild) © Eduardo Parra/EUROPA PRESS/dpa
Madrid

Die spanische Regierung hat die Laufzeit des Atomkraftwerks Almaraz im Westen des Landes bis zum 8. Juni 2030 verlängert. Damit werden die ursprünglich für Ende 2027 und Ende 2028 vorgesehenen Abschaltungen der beiden Reaktorblöcke um bis zu zweieinhalb Jahre verschoben, wie das Ministerium für ökologischen Wandel in Madrid mitteilte.

Die Verlängerung gelte ausschließlich für das Kraftwerk in der Region Extremadura, hieß es. Am kompletten Atomausstieg Spaniens bis 2035, der die schrittweise Stilllegung der fünf Kernkraftwerke mit insgesamt sieben Reaktoren vorsieht, ändere sich dadurch nichts, versicherte das Ministerium.

Die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez begründete ihre Entscheidung mit der angespannten Lage auf den internationalen Energiemärkten und der Notwendigkeit, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Zugleich betonte sie, die Maßnahme dürfe weder zusätzliche Kosten für die Verbraucher verursachen noch den Ausbau der erneuerbaren Energien wesentlich beeinträchtigen.

Die Betreiber Iberdrola, Endesa und Naturgy hatten den Antrag auf Verlängerung im Herbst 2025 gestellt. Vorausgegangen war ein positives Gutachten der Atomaufsichtsbehörde CSN. Almaraz ist das erste Kernkraftwerk im spanischen Ausstiegsfahrplan. Die Anlage liefert gut sieben Prozent des in Spanien konsumierten Stroms und gilt mit rund 4.000 Mitarbeitern als wichtiger Arbeitgeber in der strukturschwachen Region Extremadura.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.