So viele Pleiten wie seit 2013 nicht mehr

18,5 Milliarden Euro Forderungen, mehr als 12.800 Insolvenzen: Welche Branchen am stärksten betroffen sind und wie sich die Lage seit 2013 verändert hat.
dpa |
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In Deutschland mussten so viele Unternehmen Insolvenz anmelden wie seit 2013 nicht mehr. (Symbolbild)
In Deutschland mussten so viele Unternehmen Insolvenz anmelden wie seit 2013 nicht mehr. (Symbolbild) © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
Wiesbaden

Die Atempause war kurz: Im Juni ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland wieder deutlich gestiegen. Die leichte Entspannung aus dem Mai setzte sich nicht fort. Die Amtsgerichte registrierten 2.266 Anträge auf Unternehmensinsolvenzen und damit 15,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen legte zu und stieg um 5,1 Prozent auf 6.839 Fälle.

Für das erste Halbjahr 2026 ergibt sich damit eine Gesamtzahl von 12.812 beantragten Unternehmensinsolvenzen. Einen höheren Wert für ein erstes Halbjahr hatte es laut Destatis zuletzt im Jahr 2013 gegeben. Zum Vorjahreszeitraum war es eine Steigerung um 6,7 Prozent. Die Forderungen der Gläubiger beliefen sich in den ersten sechs Monaten auf rund 18,5 Milliarden Euro nach 28,2 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Das bedeutet, dass im laufenden Jahr kleinere Verfahren angemeldet werden. 

Bezogen auf 10.000 Unternehmen wurden im ersten Halbjahr 36,2 zahlungsunfähig. Besonders häufig waren Unternehmensinsolvenzen im Bereich Verkehr und Lagerei (71,6 Fälle auf 10.000 Betriebe) sowie im Gast- und Baugewerbe (59,6 und 53,4 Fälle).

Destatis weist darauf hin, dass Insolvenzanträge erst nach einer ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik eingehen und der tatsächliche Antrag deshalb oft rund drei Monate zurückliegt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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