Siemens-Energy-Chef warnt vor Rückstand bei Rechenzentren

Siemens-Manager Bruch fürchtet Folgen für den Wohlstand in Deutschland. Er fordert den Bau von Rechenzentren. Sein Konzern profitiert international von der Nachfrage nach den Anlagen.
dpa |
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Siemens-Energy-Chef Bruch spricht sich für den Bau von Rechenzentren aus. (Archivbild.)
Siemens-Energy-Chef Bruch spricht sich für den Bau von Rechenzentren aus. (Archivbild.) © Daniel Karmann/dpa
Hamburg

Siemens-Energy-Chef Christian Bruch warnt davor, dass Deutschland beim Aufbau von Rechenzentren den Anschluss verpasst. "Wenn wir die Rechenzentren und die dazugehörige Wertschöpfung nicht ins Land holen, wird das Konsequenzen für unseren Wohlstand haben", sagte Bruch. Siemens Energy baut keine Rechenzentren, ist aber ein Zulieferer der Branche.

In Maintal bei Frankfurt hatte der US-Konzern Edgeconnex vor kurzem den Plan gestoppt, ein Rechenzentrum zu errichten. Im Mittelpunkt der Kritik einer Bürgerinitiative stand das Vorhaben, ein Gaskraftwerk zu errichten, das den Strom für das Rechenzentrum erzeugen sollte. Über den Streit und den Stopp sagte Bruch in Hamburg: "Solche Dinge machen mich ehrlich gesagt ratlos."

Bruch sagte, wer zu spät komme, den bestrafe das Leben. "Diese Gefahr sehe ich ganz konkret beim Thema Rechenzentren und KI." Der Konzernchef glaubt nach eigener Aussage, dass Europa im KI-Bereich eine Chance haben kann. "Dafür müssen wir aber auch bereit sein, die notwendige Infrastruktur wie Rechenzentren tatsächlich zu bauen."

Internationaler Wettbewerb um Rechenzentren

Rechenzentren werden zunehmend gebraucht, um Daten zu speichern und KI-Anwendungen zu betreiben. Unter anderem wegen des wachsenden Energiebedarfs der Branche gibt es Kritik an dem Bau der Anlagen. 

Im Wettbewerb um Rechenzentrumskapazität sind die USA führend vor China. Deutschland verfügt über eine Kapazität von knapp drei Gigawatt, von denen rund 500 Megawatt auf KI entfallen. Künftig soll die Kapazität in der Bundesrepublik auf mindestens sechs Gigawatt ausgebaut werden, von denen mindestens zwei Gigawatt KI-Anwendungen vorbehalten sein sollen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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