Schnieder sieht Hitzeschutz als zunehmend wichtige Aufgabe

In Deutschland steigen die Temperaturen wieder an. Sind Autobahnen und Bahnstrecken dafür gewappnet?
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"Der beste Hitzeschutz ist, technisch auf dem neuesten Stand zu sein": Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.
"Der beste Hitzeschutz ist, technisch auf dem neuesten Stand zu sein": Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. © Michael Ukas/dpa
Berlin

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sieht zunehmende Herausforderungen, das Verkehrssystem gegen hohe Temperaturen und andere Folgen des Klimawandels zu wappnen. "Hitzephasen, ebenso Niederschläge, also alles, was mit Klima und Wetter zu tun hat, wird extremer werden", sagte der CDU-Politiker in einem Videointerview der Deutschen Presse-Agentur. Diese Fälle würden zunehmen in der Zukunft. 

"Das sind Herausforderungen für unsere Verkehrssysteme, ob das Straßen sind, ob das Schiene ist, ob das Fahrzeuge sind, also auch die Züge", sagte Schnieder. "Darauf müssen wir uns einstellen. Darauf haben wir uns schon eingestellt. Die Arbeiten dort sind im Gange, um resilienter zu werden." 

Bei der letzten Hitzewelle hatten Hitzeschäden wie geplatzte Fahrbahndecken zu Sperrungen von Autobahnen in Deutschland geführt. Nach einer Liste des ADAC waren mehrere Autobahnen betroffen. Es kam auch zu Geschwindigkeitsbegrenzungen. Bei Hitze wölbt sich auf manchen Autobahnen die Fahrbahn auf. Fachleute sprechen von sogenannten Blow-ups. 

"Blow-ups" bei Autobahnen 

"Die Blow-ups betreffen Autobahnen mit Betonfahrdecke. Und Beton hat eben bei Hitze bestimmte Neigungen, sich auszudehnen und aufzubrechen", sagte Schnieder. "Das ist dann gefährlich, weil Sie mit dem Auto 10, 15 Zentimeter Beton plötzlich vor sich haben, gegen den Sie fahren. Und deshalb müssen Sie dort Sperrungen vornehmen, das sanieren." Es sei in den letzten Jahren an diesen Betonfahrbahnen gearbeitet worden, was den technischen Zustand und die Hitzebeständigkeit angehe. Bei neuen Betonfahrbahnen träten Schäden sehr viel seltener auf. 

"Deshalb ist der beste Hitzeschutz, technisch auf dem neuesten Stand zu sein", sagte der Minister. Die Zahl der Blow-ups sei in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen, auch bei großer Hitze. Das habe damit zu tun, dass modernere Materialien eingebaut wurden. Man könne auch dann Hitzeschäden gerade bei extremen Temperaturen nicht ganz ausschließen. "Aber insgesamt ist das Problem kleiner geworden. Aber wir müssen beständig daran arbeiten, dass wir das halten." Auch Asphaltdecken könnten Schäden nehmen, der Asphalt werde weich. Auch darauf müsse man sich einstellen. 

Lage bei der Bahn 

Auch bei der Bahn stelle man sich immer stärker auf Hitzeschutz ein, so Schnieder. "Auch da ist in den letzten Jahren sehr gut daran gearbeitet worden, insbesondere was die Klimatisierung betrifft. Die Klimaanlagen sind ertüchtigt worden." In den neuen Modellen sei die Anfälligkeit geringer, aber auch da gebe es bei extremen Temperaturen immer mal wieder ein Problem. Die Bahn reagiere auch darauf, dass sie mit mobilen Trupps unterwegs sei, damit man schnell eingreifen und eventuell Reparaturen vornehmen könne. 

Ein großes Problem bleibe die Infrastruktur. Schnieder nannte die Anfälligkeit von Weichen und Schienen bei extremen Temperaturen. "Aber auch da versuchen wir über die Erneuerung des Netzes dann Standards einzubauen, die möglichst hitzeresilient sind."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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