Schlichtung bei Lufthansa ohne Einigung beendet

Die Schlichtung zwischen Lufthansa und ihren Piloten ist gescheitert – doch erneute Streiks drohen vorerst nicht. Hinter verschlossenen Türen läuft ein zweiter Versuch zu einer umfassenden Einigung.
dpa |
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Ohne Ergebnisse ist die Schlichtung zwischen Lufthansa und Pilotengewerkschaft beendet worden. (Archivbild)
Ohne Ergebnisse ist die Schlichtung zwischen Lufthansa und Pilotengewerkschaft beendet worden. (Archivbild) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Frankfurt/Main

Bei der Lufthansa sind die Schlichtungsgespräche mit der Pilotengewerkschaft "Vereinigung Cockpit" ergebnislos beendet worden. Die beiden als Schlichter benannten Ex-Ministerpräsidenten Roland Koch und Bodo Ramelow verzichteten zunächst auf eigene Lösungsvorschläge, wie beide Seiten übereinstimmend intern berichten. Erneute Streiks der Piloten drohen aber derzeit nicht, weil neben der nun gescheiterten Schlichtung eine thematisch weiter gefasste Mediation zwischen den Parteien noch läuft.

Dieses Vermittlungsgespräch hinter verschlossenen Türen enthält neben tarifpolitischen Themen auch strategische Fragestellungen etwa zur möglichen Entwicklung der Kerngesellschaft Lufthansa. Daran hängen nicht zuletzt die Karrierechancen der Piloten wie auch der separat verhandelnden Flugbegleiter.

Schlichtungsergebnisse nicht mehr als Notanker

Es ist weiterhin möglich, dass in der Mediation der Gesamtkonflikt zwischen Unternehmen und Crews beigelegt wird. Die Schlichter haben den Verlautbarungen zufolge angeboten, am weiteren Prozess teilzunehmen. Es ist nun aber nicht mehr möglich, bei einem Scheitern der Mediation auf Ergebnisse der Schlichtung zurückzufallen. 

In den Tarifverhandlungen geht es um Fragen der Altersversorgung und des Gehalts in verschiedenen deutschen Flugbetrieben des Lufthansa-Konzerns. Für die bereits im April geschlossene Airline Lufthansa Citylines will die Gewerkschaft VC einen Sozialplan erstreiten. Hinter dem Konflikt um hohe Produktionskosten bei der Stammgesellschaft steht auch die Strategie des Vorstands, Flugzeuge und damit Crews in Flugbetriebe zu verlagern, in denen niedrigere Tarifbestimmungen gelten. 

Der Konflikt schwelt schon länger. Die VC hat ihre Mitglieder im laufenden Jahr bereits an sieben Tagen zu Streiks aufgerufen. Auch während des Festakts zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa im April fielen hunderte Flüge aus.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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