Salatgurken verteuern sich drastisch

Die Preise für Salatgurken schießen innerhalb eines Monats um mehr als 40 Prozent in die Höhe. Auch andere Gemüsesorten sind teurer geworden. Eine Expertin erklärt, warum.
dpa |
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Salatgurken gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten in Deutschland. (Symbolbild)
Salatgurken gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten in Deutschland. (Symbolbild) © Sebastian Kahnert/dpa
Bonn

Für Salatgurken müssen Verbraucher in Deutschland derzeit besonders tief in die Tasche greifen. Ein knappes Angebot aus wichtigen Anbaugebieten in Südspanien und den Niederlanden hat die Preise bei Supermärkten und Discountern stark nach oben getrieben.

Ursache sind die winterlichen Witterungsverhältnisse, sagt Gabriele Held, Marktexpertin der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI). In Spanien folgte nach einem langen, warmen Spätsommer ein heftiger Temperatursturz. Dadurch seien die Kulturen geschwächt worden. "Bei Nachttemperaturen von weniger als 10 Grad wachsen Gurken nicht gut", so Held. In den unbeheizten Produktionsanlagen entwickelten sich die Pflanzen nur sehr langsam. Auch das Angebot aus den Niederlanden ist begrenzt.

Im Dezember waren Salatgurken laut Statistischem Bundesamt hierzulande 43 Prozent teurer als im Vormonat. Gegenüber dem Oktober stiegen die Preise sogar um gut 80 Prozent. Laut AMI verteuert das kalte Wetter auch anderes Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika und Zucchini, weil die Erntemengen kleiner ausfallen. In deutschen Geschäften ist deshalb vor allem der Anteil an Premiumware gering. Wegen des knappen Angebots haben Händler die Ware zuletzt deutlich seltener beworben.

Der Höhepunkt der Preisentwicklung dürfte nach Einschätzung der Experten jedoch überschritten sein. Verbraucherinnen und Verbraucher hätten angesichts der gestiegenen Preise weniger Gurken und Paprika gekauft, sagt Held. Mittelfristig dürfte das Gemüse daher wieder günstiger werden.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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