Rennen um EZB-Spitze: Klingbeil plant bald Personalvorschlag

In der Führung der Europäischen Zentralbank müssen einige Positionen neu besetzt werden, darunter die der scheidenden Top-Ökonomin Isabel Schnabel. Wie und mit wem geht Deutschland ins Rennen?
dpa |
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Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will Deutschland im Rennen um EZB-Spitzenposten positionieren (Archivbild)
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will Deutschland im Rennen um EZB-Spitzenposten positionieren (Archivbild) © Soeren Stache/dpa
Bangkok

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil plant die baldige Klärung eines deutschen Personalvorschlags für die künftige Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB). Natürlich werde Deutschland im Direktorium weiter eine Rolle spielen, sagte der SPD-Politiker am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Bangkok. "Mit welchem Namen an welcher Stelle wir dann antreten, das kläre ich gerade mit dem Bundeskanzler."

Aktuell im Blick steht die Nachfolge der scheidenden EZB-Direktorin Isabel Schnabel. Eurogruppen-Präsident Kyriakos Pierrakakis hatte mitgeteilt, dass bis zum 28. Oktober Kandidaturen eingereicht werden müssten. Dann könne beim nächsten Treffen des Gremiums im November darüber beraten werden. Die EZB hatte Ende September mitgeteilt, dass die deutsche Top-Ökonomin Schnabel Anfang 2027 vorzeitig ausscheidet und zum IWF wechselt. 

Größeres Personalpaket?

Seit Monaten halten sich zudem Spekulationen, dass Präsidentin Christine Lagarde die EZB vor Ablauf ihrer Amtszeit, die bis Oktober 2027 reicht, verlassen könnte. Sie wird immer wieder mit dem Vorsitz des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos in Verbindung gebracht. Ab Juni 2027 braucht die EZB außerdem einen neuen Chefökonomen, weil die Amtszeit von Inhaber Philip Lane endet. 

Daher gilt es als wahrscheinlich, dass auf europäischer Ebene ein Paket für die EZB-Spitzenposten gefunden werden muss. Ambitionen für die Präsidentschaft hat auch Bundesbank-Präsident Joachim Nagel angemeldet. Spanien setzt sich dafür ein, dass Pablo Hernández de Cos, Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Notenbank-Präsident wird. Die Niederlande bringen ihren früheren Notenbankchef Klaas Knot ins Spiel.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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