Reiche Krankenkassen: Ein (Geld-)Segen

AZ-Vize-Chefredakteur Thomas Müller über Kassen und ihre Beiträge.
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Thomas Müller kommentiert den Geldsegen bei den Krankenkassen.
AZ/dpa Thomas Müller kommentiert den Geldsegen bei den Krankenkassen.

Es gibt schlechtere Nachrichten als die, dass die Krankenkassenbeiträge auch kommendes Jahr stabil bleiben. Für die Versicherten sowieso, für die Politiker erst recht – Beitragserhöhungen und Wahljahr sind traditionell ja keine gute Mischung.

Dass also junge Arbeitskräfte aus der EU nach Deutschland zuwandern und kräftig ins deutsche

Sozialversicherungssystem einzahlen, ist ein wahrer (Geld-)Segen. Umso mehr muss alle Kraft auf die Arbeitsmarkt-Integration von Flüchtlingen gelegt, müssen bürokratische Hemmnisse endlich beseitigt werden:

Arbeitskräfte fehlen ja an allen Ecken und Enden.

Skandalös freilich ist, dass der Staat den Krankenkassen nur einen mickrigen Pauschalbetrag pro Flüchtling erstattet. Was nichts anderes heißt, dass die damit verbundenen (weit höheren) Kosten in sehr naher Zukunft die Beiträge ansteigen lassen werden – keine gute Nachricht. Ebenso wie die schreiende Ungerechtigkeit des Zusatzbeitrages für gesetzlich Versicherte. Die Rückkehr zum paritätischen Beitragssatz ist überfällig.

Am besten gleich nach der Bundestagswahl.

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