Regierung will Ausschreibung von Nordsee-Flächen verschieben

Die Bundesnetzagentur bietet regelmäßig Windkraftflächen an. An zwei Flächen gab es allerdings zuletzt kein Interesse. Anfang Juni sollen sie eigentlich erneut versteigert werden.
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Bevor ein Energieunternehmen einen Windpark bauen kann, muss es sich in einer Ausschreibung gegen Mitbewerber durchsetzen - wenn es welche gibt. (Archivbild)
Bevor ein Energieunternehmen einen Windpark bauen kann, muss es sich in einer Ausschreibung gegen Mitbewerber durchsetzen - wenn es welche gibt. (Archivbild) © Sina Schuldt/dpa
Berlin

Die Bundesregierung will die für dieses Jahr geplante Ausschreibung von zwei Nordsee-Windkraftflächen verschieben. Das Bundeskabinett habe einen entsprechenden Gesetzesentwurf beschlossen, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin. 

Ein stellvertretender Regierungssprecher verwies auf Herausforderungen wie die verspätete Fertigstellung von Konverterplattformen. Diese werden nahe Windparks errichtet. Die Konverter wandeln Wechselstrom, den die Windräder erzeugen, für den verlustarmen Transport an Land zu Gleichstrom um. 

Die wiederholte Ausschreibung der Flächen N-10.1 und N-10.2 in der ausschließlichen Wirtschaftszone war laut Bundesnetzagentur im Juni dieses Jahres vorgesehen. Nach Informationen des Bundesverbands Windenergie Offshore (BWO) soll die Ausschreibung auf 2027 verschoben werden. 

Während der jüngsten Ausschreibung der zwei Flächen hat kein Unternehmen für diese geboten, wie im August vergangenen Jahres bekanntgeworden ist. Laut Branchenverbänden ist damit erstmals eine Versteigerung von solchen Flächen auf See in Deutschland fehlgeschlagen. 

Unmut über bestehendes Vergabeverfahren

Der BWO lobt die geplante Verschiebung. "Aus unserer Sicht wäre eine weitere Auktion der beiden Flächen nach den bisherigen Regeln sehr riskant gewesen", sagte der Leiter der Stabsstelle Politik und Kommunikation des BWO, Hans Sohn. 

Branchenverbände kritisieren schon länger das bestehende Ausschreibungsverfahren, weil es sich aus ihrer Sicht zu sehr nach finanziellen Kriterien richtet. Die Verbände fordern eine Überarbeitung. 

In der "Erklärung von Hamburg", die am Montag auf dem Nordsee-Gipfel in Hamburg beschlossen worden ist, hat die Bundesregierung sich bereiterklärt, auf eine Stabilisierung von Ausschreibungen hinzuarbeiten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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