Punkte sammeln beeinflusst das Kaufverhalten

Sammeln Sie die Herzen? Eine neue Studie zeigt auf, inwiefern Bonussysteme sich auf das Kaufverhalten auswirken.
| Lisa Marie Albrecht
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Splendid Research 2
Ergebnisse der repräsentativen Umfrage zum Thema Bonusprogramme.
Splendid Research 2 Ergebnisse der repräsentativen Umfrage zum Thema Bonusprogramme.

Der deutsche Verbraucher konsumiert am liebsten dort, wo sein Bonusprogramm greift. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie. Doch wie genau tickt der Punktesammler und was sammelt er alles?

München - Schauen Sie einmal in Ihren Geldbeutel: Steckt eine Payback-Karte drin? Oder eine andere Kundenkarte? Oder gleich mehrere, mit denen Sie regelmäßig Punkt einlösen?

Die repräsentative Studie "Bonusprogramm Monitor 2019" des Marktforschungsinstituts Splendid Research hat ergeben, dass Teilnehmer von Bonusprogrammen bewusst ihr Konsumverhalten ändern, um die Vorteile davon nutzen zu könnnen.

Offenbar werden solche Programme immer beliebter: Durchschnittlich nimmt jeder Deutsche an 4,6 Bonusprogrammen teil – im Vergleich zum Monitor 2016 immerhin ein Bonusprogramm mehr pro Kopf, teilt Splendid Research mit.

20 Prozent der Nutzer sind bereit, für Rabatt Umwege zu machen

Durch das Punkte sammeln gelingt es den Unternehmen gut, ihre Kunden an sich zu binden: 44 Prozent kaufen demnach häufiger in einem Geschäft ein, wenn dort ein Bonus lockt. 30 Prozent gaben an, gelegentlich bewusst mehr zu kaufen – und 20 Prozent sind sogar bereit, dafür einen Umweg in Kauf zu nehmen.

Dafür sind die Teilnehmer auch bereit, viel von sich preiszugeben: Laut der Studie sind sich fast neun von zehn bewusst, dass für die Programme ihr Konsumverhalten aufgezeichnet wird. Allerdings hat nur ein Drittel von ihnen diesbezüglich Bedenken.

In Sachen Bekannt- und Beliebtheit hat der Branchenprimus Payback nach wie vor die Nase vorn: 86 Prozent der deutschen Verbraucher kennen laut Splendid Research das Punktesammel-System, 75 Prozent nutzen es. Damit konnte Payback seine Nutzerzahlen steigern: 2016 lag der Mitgliederanteil noch bei 60 Prozent.

Ergebnisse der repräsentativen Umfrage zum Thema Bonusprogramme.
Ergebnisse der repräsentativen Umfrage zum Thema Bonusprogramme. © Splendid Research

Bei Cashback wird Bargeld gutgeschrieben

Der direkte Konkurrent Deutschlandcard kommt auf einen Bekanntheitswert von 58 Prozent. Insgesamt geht aus den Daten hervor, dass die Verbraucher lieber Bonussysteme nutzen, die man bei verschiedenen Händlern einlösen kann. Unter den Kundenprogrammen, die an ein Unternehmen beziehungsweise eine Branche gebunden sind, liegen Ikea Family und das Vielfliegerprogramm Miles & More vorne.

Im Gegensatz zu den klassischen Bonusprogrammen sind Cashback-Systeme noch relativ unbekannt. Cashback unterscheidet sich dadurch, dass hier Rabattpunkte nicht nur für den nächsten Einkauf verwendet werden können, sondern Bargeld gutgeschrieben wird.

Weniger als ein Fünftel der Verbraucher kennen die führenden Cashback-Programme Shoop, Euroclix und Cashbackdeals. Dabei bestätigt die Mehrheit der Cashback-Nutzer – 70 Prozent – dem System Sparpotenzial. Auch die Stiftung Warentest kam in einer Untersuchung dieser Systeme vom Sommer 2018 zu dem Ergebnis, dass sich damit mehr sparen lasse als mit Kunden- und Rabattkarten.

Lesen Sie hier: Germania-Pleite: Kein Ersatz für rund 260 000 Flugbuchungen

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