Pumas größter Aktionär kommt aus China

Der Wettbewerber Anta hat ein Aktienpaket aus Frankreich übernommen. Das chinesische Unternehmen spielt im Ranking der weltgrößten Sportartikel-Hersteller selbst oben mit.
dpa |
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Der größte Aktionär des Sportartikelunternehmens Puma kommt jetzt aus China. (Archivbild)
Der größte Aktionär des Sportartikelunternehmens Puma kommt jetzt aus China. (Archivbild) © Daniel Löb/dpa
Herzogenaurach

Das fränkische Sportartikelunternehmen Puma ist jetzt zu großen Teilen in chinesischer Hand. Anta Sports Products Limited habe die Übernahme des Aktienpakets vom französischen Anteilseigner Artémis SAS abgeschlossen und sei damit nun größter Puma-Aktionär, teilte das Unternehmen in Herzogenaurach mit. Anta halte 29,06 Prozent der Puma-Anteile. 

"Wir heißen Anta Sports als unseren größten Aktionär willkommen. Für uns ist das langfristige Engagement von Anta Sports ein großer Vertrauensbeweis in unsere Strategie, unser Managementteam und unsere Zukunft", sagte Puma-Vorstandschef Arthur Höld. Puma werde weiterhin als unabhängig geführtes Unternehmen agieren.

"Ikonische Marke"

Anta-Chairman Ding Shizhong bezeichnete Puma als eine "ikonische Marke". Man sehe darin erhebliches langfristiges Potenzial. "Wir haben volles Vertrauen in das Managementteam und die strategische Ausrichtung", wird er in einer gemeinsamen Mitteilung zitiert. 

Puma, einst Nummer drei der Welt in der Sportartikelbranche hinter dem US-Marktführer Nike und dem Lokalrivalen Adidas, hatte zuletzt erhebliche wirtschaftliche Probleme. Das Unternehmen rutschte in die Verlustzone und musste Umsatzeinbußen hinnehmen. 2025 wurden nur noch 7,3 Milliarden Euro erlöst und ein Rekordverlust eingefahren. Im Ranking der Sportartikelkonzerne rutsche Puma ab und landete deutlich hinter seinem eigenen Großaktionär Anta. 

Anta auf Wachstumskurs

Anta ist dagegen seit Jahren auf Wachstumskurs und kaufte in den USA und in Europa teils bekannte Sportartikelmarken wie Wilson (Tennis, Golf), Arcteryx (Outdoor), oder Atomic (Ski) auf. Puma erhofft sich von der Übernahme unter anderem bessere Erkenntnisse über den wichtigen chinesischen Sportartikelmarkt - dieser gilt in der Branche nicht nur als weltgrößter Markt, sondern auch als der mit dem größten Wachstumspotenzial.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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