Post-Kritiker sehen Handlungsbedarf bei Briefzustellung

Post-Kritiker haben mit einer sogenannten Laufzeitmessung Unregelmäßigkeiten bei der Brief-Zustellung des Bonner Konzerns festgestellt.
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Post-Kritiker werfen dem Bonner Konzern schlechte Arbeit vor. Mit einer Studie prüfen sie derzeit, wie schnell und zuverlässig Geschäftspost beim Adressaten ankommt.
Julian Stratenschulte/dpa/dpa Post-Kritiker werfen dem Bonner Konzern schlechte Arbeit vor. Mit einer Studie prüfen sie derzeit, wie schnell und zuverlässig Geschäftspost beim Adressaten ankommt.

Langen - Post-Kritiker haben mit einer sogenannten Laufzeitmessung Unregelmäßigkeiten bei der Brief-Zustellung des Bonner Konzerns festgestellt.

"Aus unserer Sicht besteht hinsichtlich der Qualität Handlungsbedarf", sagte der Vorstand des Deutschen Verbandes für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation (DVPT), Klaus Gettwart, im hessischen Langen.

Bei einer Zwischenbilanz über die Laufzeiten von Unternehmenspost wollten der DVPT allerdings noch keine Zahlen nennen. "Wir werden die endgültigen Ergebnisse im April kommenden Jahres bekanntgeben." Das Jahresendgeschäft müsse in eine Bilanz mit einfließe.

Die Studie führt ein Arbeitskreis des DVPT durch, der mehr als 60 Unternehmen vertritt, unter anderem Versicherungen und Banken. Die Untersuchung läuft seit dem 1. April und endet im März. Insgesamt sollen anhand von 72.000 Testsendungen Verzögerungen aufgezeigt werden. Bislang wurde rund die Hälfte verschickt.

Laut Gesetz müssen 80 Prozent der Briefe am nächsten und 95 Prozent am übernächsten Werktag ausgeliefert sein. Diese Vorgabe gilt aber nur für Universalpost, also vor allem Privatpost. Unternehmenspost sei maschinenlesbar, müsste also eigentlich schneller sein, als meist handschriftliche Privatpost, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises, Frank Thomas Eckart. "Es sind aber Abweichungen festgestellt worden, die für uns so nicht erklärbar sind."

Nach Angaben der Post werden täglich 57 Millionen Briefsendungen verschickt. Das Unternehmen hatte zum Start der Studie infrage gestellt, dass die Untersuchung neuere Erkenntnisse bringt, als bereits viele Jahre bewährte Verfahren. Nach Angaben der zuständigen Bundesnetzagentur gingen im ersten Halbjahr dieses Jahres 8714 Beschwerden wegen der Post ein. Dies sei mehr als die Hälfte des gesamten Jahres 2018.

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