Opel-Mutter Stellantis fährt 22 Milliarden Euro Minus ein

US-Präsident Trump ändert den E-Auto-Kurs - und der Vielmarkenkonzern spürt die Folgen. Der neue Chef will gegensteuern.
dpa |
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Opel-Mutter Stellantis: Gewaltiger Verlust. (Archvibild)
Opel-Mutter Stellantis: Gewaltiger Verlust. (Archvibild) © Carlos Osorio/AP/dpa
Amsterdam

Der Autokonzern Stellantis hat im vergangenen Jahr wegen hoher Abschreibungen auf seine Elektroautostrategie einen riesigen Milliardenverlust gemacht. Unterm Strich standen 22,3 Milliarden Euro Minus, wie die Opel-Mutter in Amsterdam mitteilte. 

Der Vielmarkenkonzern - dazu gehören unter anderem Fiat, Peugeot, Chrysler, Alfa Romeo und Jeep - mit Wurzeln in Frankreich, Italien und den USA hatte bereits vor Wochen mitgeteilt, dass er wegen der Änderung des Elektrokurses der Regierung von US-Präsident Donald Trump und der folgenden Nachfrageschwäche in seinem wichtigen Markt USA viel Geld abschreiben muss. Letztlich beliefen sich die Wertminderungen im Gesamtjahr auf 25,4 Milliarden Euro.

Aber auch bereinigt um die Sonderkosten kam der VW-Rivale stark unter Druck und fuhr im Tagesgeschäft wegen Preisdrucks rote Zahlen ein - sowohl in Nordamerika, wo der Konzern einst mit seinen Pick-ups und SUVs den Löwenanteil seiner Gewinne machte, als auch in Europa. 

Wie der neue Konzernchef den Kurs ändern will

Der neue Konzernchef Antonio Filosa war eigentlich angetreten, um den Konzern nach einer hausgemachten Krise in den USA im Tagesgeschäft wieder auf Kurs zu bringen - nun musste er mit einem Großreinemachen beginnen, das den Konzern lange mit Milliardenzahlungen belasten wird. Erst 2027 sei wieder mit einem Zufluss an freien Mitteln im Fahrzeuggeschäft (Free Cashflow) zu rechnen, hieß es.

Stellantis streicht Elektromodelle, bietet mehr Verbrenner- und Mischantriebe an und baut die Produktion und seine Lieferketten um. Donald Trump hatte Subventionen für Elektroautos gestrichen und Abgasregelungen geändert. Auch die anderen US-Autoriesen General Motors und Ford mussten viele Milliarden auf ihren eingeschlagenen Elektrokurs abschreiben.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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