Ölpreise nach starkem Rückgang nur wenig bewegt

Nach dem Absacken zu Wochenbeginn haben sich die Ölpreise auf dem niedrigeren Niveau eingependelt. Der Markt wartet auf Details der Einigung zwischen den USA und Iran zum Ende des Krieges.
dpa |
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Die Ölpreise sind kaum weiter gefallen.
Die Ölpreise sind kaum weiter gefallen. © Katharina Kausche/dpa
New York/London

Die Ölpreise haben sich am Dienstag im frühen Handel wenig bewegt. Die Notierung für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im August wurde am Morgen bei 82,76 Dollar gehandelt und damit knapp ein halbes Prozent schwächer als am Vortag. Seit dem starken Rückgang am Wochenende und Montagfrüh im Zuge der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges bewegen sich die Notierungen um die 83 Dollar.

Zwischenzeitlich haben die ersten iranischen Schiffe nach Angaben staatlicher Medien das von der US-Seeblockade betroffene Gebiet im Golf von Oman durchquert. Mindestens drei Öltanker und zwei Frachtschiffe hätten die Zone am Montagabend ohne Zwischenfälle passiert, berichtete unter anderem der iranische Sender Press TV unter Berufung auf gut informierte Kreise. 

Nach wochenlangen Verhandlungen hatten sich die USA und der Iran in der Nacht auf Montag auf ein Rahmenabkommen hin zu einem Kriegsende verständigt, das am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll. Eine wesentliche Streitfrage war bis zuletzt die Öffnung der Straße von Hormus.

Fehlende Details sorgen weiterhin für Zurückhaltung am Markt. Mitarbeiter bei zuständigen Energiebehörden am Persischen Golf berichteten nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg von einer Flut von Anfragen, ob Rohöl wieder durch die Straße von Hormus transportiert werden könne. Reedereien und Händler verwiesen darauf, dass sie mehr Klarheit bräuchten, bevor sie Schiffe auf diese Route schicken.

"Der früheste Zeitpunkt, zu dem das Ölangebot wieder das Vorkriegsniveau erreichen kann, ist Ende Juli", sagte Analyst Pavel Molchanov von Raymond James. Zunächst müssten alle logistischen Hindernisse gelöst werden, bevor sich das Angebot normalisieren könne.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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