Munich Re meldet Rekordhalbjahr - 3,9 Milliarden Gewinn

Die weltweiten Naturkatastrophenschäden steigen im langfristigen Trend. Ein katastrophenarmes Halbjahr beschert der Munich Re jetzt ein Spitzenergebnis.
dpa |
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Der "Walking Man" vor einem Verwaltungsgebäude der Munich Re im Münchner Stadtteil Schwabing marschiert voran - sinnbildlich für den Konzern, der im ersten Halbjahr gut voran kam. (Symbolbild)
Der "Walking Man" vor einem Verwaltungsgebäude der Munich Re im Münchner Stadtteil Schwabing marschiert voran - sinnbildlich für den Konzern, der im ersten Halbjahr gut voran kam. (Symbolbild) © Peter Kneffel/dpa
München

Der Versicherungskonzern Munich Re hat im ersten Halbjahr einen Rekordgewinn von 3,9 Milliarden Euro eingefahren. Abgesehen von ohnehin gut laufenden Geschäften verdankte der Münchner Dax-Konzern das weitgehend ausgebliebenen natürlichen und menschengemachten Katastrophen: Die "Großschadenbelastung" in den ersten sechs Monaten war laut einer Pflichtmitteilung an den Finanzmarkt sehr gering. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 war das ein Gewinnsprung von fast 22 Prozent - obwohl auch schon vor einem Jahr die Großschäden niedriger als erwartet ausgefallen waren.

Hauptgeschäft der Munich Re ist die Rückversicherung - Erstversicherer wie die Allianz schließen ihrerseits Versicherungen ab, um die Risiken kalkulierbar zu halten. Im Rückversicherungsgeschäft spielt die Absicherung gegen Naturkatastrophen eine große Rolle, da diese immense Schäden verursachen können. Ein gutes erstes Halbjahr ist daher kein Indiz für eine ebenso erfreuliche zweite Jahreshälfte. 

Unsicherheitsfaktoren Wirbelsturmsaison und "El Nino"

Besonders schadenträchtig ist die alljährliche Wirbelsturmsaison im Nordatlantik und im Pazifik, die gerade erst begonnen hat. Im Pazifik wird dieses Jahr eine "El Nino"-Phase mit sehr warmen Wassertemperaturen erwartet. Tendenziell rechnen die Geowissenschaftler der Munich Re daher mit potenziell mehr Taifunen, die China, Japan, Taiwan und Südostasien treffen könnten. Auf der anderen Seite könnten sich in einer El Nino-Phase im Nordatlantik weniger Hurrikane bilden, die die US-Ostküste und die Karibik heimsuchen. Im langfristigen Trend steigen zwar die Naturkatastrophenschäden - unter anderem dank steigender Temperaturen auf dem Planeten - doch in einzelnen Jahren kann die Natur dennoch vergleichsweise friedlich sein. 

Das erste Halbjahr hat zumindest den finanziellen Spielraum vergrößert: Gewinnziel des Munich Re-Vorstands für dieses Jahr sind 6,3 Milliarden Euro, dank des guten ersten Halbjahrs müsste das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte nun noch 2,4 Milliarden Euro erwirtschaften.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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