Bauernverband erwartet deutlich kleinere Ernte

Auf vielen Feldern gab es über Wochen zu wenig Regen und teils extreme Temperaturen - das schlägt auf die Ernte durch. Die Mähdrescher holten jetzt deutlich weniger herein, wie die Branche ermittelte.
dpa |
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Der Bauernverband erwartet ein Minus von sieben Prozent bei der Getreidemenge. (Archivbild)
Der Bauernverband erwartet ein Minus von sieben Prozent bei der Getreidemenge. (Archivbild) © Jens Büttner/dpa
Berlin

Die deutschen Landwirte haben wegen langer Trockenheit und Hitze in diesem Sommer eine insgesamt deutlich kleinere Ernte eingefahren. Zu rechnen ist mit einer unterdurchschnittlichen Getreidemenge von 41,9 Millionen Tonnen, wie der Deutsche Bauernverband mitteilte. Das wären sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei zeigten sich aber enorme regionale Unterschiede. 

"Insbesondere in Süd- und Westdeutschland haben fehlende Niederschläge zu schwachen Erträgen bis hin zu Missernten bei einzelnen Kulturen geführt", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied. Hintergrund waren demnach ein zu trockenes Frühjahr und eine Hitzewelle in der zweiten Junihälfte. Der Standort habe in diesem Jahr über den Ernteertrag entschieden wie selten zuvor.

Branche fordert Finanzhilfen der Politik 

Einbußen zeigten sich unter anderem bei Winterweizen und Winterraps, bei dem noch Schäden durch Schädlinge hinzukamen. Bei Kartoffeln zeichne sich ein mittleres bis unterdurchschnittliches Ergebnis ab, erläuterte der Bauernverband. Regional gibt es demnach auch Probleme bei Gras und Silomais als Tierfutter. 

Der Verband fordert angesichts einer angespannten Lage vieler Höfe sofortige Finanzhilfen von der Bundesregierung. "Unsere Betriebe brauchen aktuell Saatgut und Diesel, später Dünge- und Pflanzenschutzmittel", sagte Rukwied. Ohne die notwendige Liquidität könnten sie die nächste Ernte nicht finanzieren.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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