Metall-Tarifrunde: IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld

Die Preise steigen, nun sollen die Löhne folgen: Die IG Metall will deutlich mehr Geld für 3,7 Millionen Beschäftigte durchsetzen und hat weitere Forderungen. Wie reagieren die Arbeitgeber?
dpa |
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Die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie beginnen im Oktober. (Archivbild)
Die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie beginnen im Oktober. (Archivbild) © Thomas Banneyer/dpa
Frankfurt/Main

Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für die gut 3,7 Millionen Beschäftigten in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Zudem will die Gewerkschaft in der Tarifrunde eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in "Boom-Unternehmen" durchsetzen sowie über die Absicherung von Arbeitsplätzen und Standorten verhandeln. Der neue Tarifvertrag soll nach Vorstellung der Gewerkschaft eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. 

"Wir gehen mit kämpferischem Realismus in die Verhandlungen", sagte die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner in Frankfurt. "Statt Krisenrhetorik, Angriffen auf soziale Standards und Schwarzmalerei erwarten die Beschäftigten sichere Jobs, Ausgleich für gestiegene Preise und einen gerechten Anteil an den Gewinnen der Unternehmen. Verlagerungsdrohungen als Ablenkungsmanöver von Management-Versagen akzeptieren wir nicht." 

Erste Verhandlungen mit den Arbeitgeberverbänden auf regionaler Ebene sind ab dem 7. Oktober geplant. Warnstreiks sind ab November möglich. 

Gewerkschaft will Reallöhne und Jobs sichern 

Die IG Metall hatte bereits vor zwei Wochen klargemacht, dass sie in der Tarifrunde für die Beschäftigten in der Autoindustrie, im Maschinenbau, in Metallbearbeitung und Elektrotechnik mindestens die Reallöhne sichern will. Sprich: Nach Abzug der zuletzt gestiegenen Inflation sollen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr Geld in der Tasche habe. 

Die Tarifrunde für die größte deutsche Industriebranche steht im Zeichen eines massiven Stellenabbaus in der Autoindustrie, wo auch Werksschließungen drohen, etwa bei VW. Gegen Einschnitte hatte die IG Metall am Montag bei einem bundesweiten Aktionstag rund 175.000 Auto-Beschäftigte mobilisiert. 

Nicht verhandelt wird für die Beschäftigten der kriselnden Volkswagen AG, für die ein eigener Haustarifvertrag gilt. Dort fordert die IG Metall ebenfalls fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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