Mehr Aufträge für Maschinenbauer

14 Prozent mehr Aufträge im September, vor allem aus dem Inland: Für den Maschinenbau ist das ein Hoffnungsschimmer. Doch der starke Zuwachs hat einen Haken.
dpa |
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Es kommen wieder mehr Aufträge für den Maschinen- und Anlagenbau. (Archivbild)
Es kommen wieder mehr Aufträge für den Maschinen- und Anlagenbau. (Archivbild) © Stefan Puchner/dpa
Frankfurt/Main

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben im September einen deutlichen Auftragszuwachs erhalten. Bereinigt um Preiseffekte waren die Bestellungen 14 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie der Branchenverband VDMA mitteilte. Vor allem aus dem Inland wurde mit einem Plus von 22 Prozent deutlich mehr bestellt als vor einem Jahr. Die Auslandsaufträge wuchsen um 11 Prozent. 

Der hohe Gesamtzuwachs geht zum Teil auf den außerordentlich schwachen Vorjahresmonat zurück: Im September 2025 waren die Bestellungen laut Verband um 19 Prozent gesunken. 

Für die ersten neun Monate des laufenden Jahres ergibt sich damit ein Auftragszuwachs von 5 Prozent. Schwach verlief das Neugeschäft im Euro-Raum mit einem Rückgang um 5 Prozent. Das Inland stagnierte, während aus dem Nicht-Euro-Ausland 13 Prozent mehr Aufträge hereinkamen. 

Produktion zieht erst 2027 an

"Diese Bestellungen machen Mut, dass wir im kommenden Jahr tatsächlich das erhoffte Produktionsplus von 3 Prozent erreichen können", erklärte VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt. Im laufenden Jahr erwartet der Verband aber das vierte Jahr in Folge einen Produktionsrückgang. 

Gernandt warnte: "Der aktuelle Konjunkturaufschwung ist noch ein wackeliges Pflänzchen und darf jetzt nicht durch neue Belastungen, etwa einen überhöhten Tarifabschluss, gleich wieder zertreten werden." Das bezieht sich auf die laufenden Tarifverhandlungen für die deutsche Metall- und Elektroindustrie, in der die IG Metall 5 Prozent mehr Lohn fordert und aktuell Warnstreiks veranstaltet. Die Verhandlungen auf der Arbeitgeberseite führen Gesamtmetall und die regionalen Metallverbände, nicht der VDMA.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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