Lkw-Ladenetz: Branche fordert mehr Tempo beim Ausbau

Spediteure stehen wegen enorm gestiegener Dieselpreise unter Druck. Eine Alternative könnten E-Lkw sein. Doch für einen flächendeckenden Einsatz fehlt nach Branchenangaben eine wichtige Voraussetzung.
dpa |
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Ein E-Lkw wird auf dem Gelände einer Spedition in Zwickau geladen. Entlang der Autobahnen fehlt es nach Branchenangaben an einem gut ausgebauten Netz an Ladestationen für Lkw.
Ein E-Lkw wird auf dem Gelände einer Spedition in Zwickau geladen. Entlang der Autobahnen fehlt es nach Branchenangaben an einem gut ausgebauten Netz an Ladestationen für Lkw. © David Hammersen/dpa
Frankfurt/Main

Das deutsche Transportgewerbe kritisiert massive Lücken im Ladenetz für Elektro-Lkw. "Die Lkw sind super, die Technik funktioniert", sagte der Vorstand des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Dirk Engelhardt, der Deutschen Presse-Agentur. Doch beim Bau von Ladestationen hingen Deutschland und die EU meilenweit hinterher. Hier brauche es dringend mehr Schub, mahnte er. 

Die Branche leidet aktuell unter massiv gestiegenen Dieselpreisen infolge des Krieges im Nahen Osten. Denn Diesel dominiert nach wie vor den Güterverkehr auf der Straße. Unter den schweren Lkw liege der Elektroanteil hierzulande bisher deutlich unter einem Prozent, erklärte Engelhardt. 

Leitstelle: Bisher nur 69 Standorte mit 270 Ladepunkten 

Auf den Straßengüterverkehr entfällt bisher etwa ein Drittel der CO2-Emissionen im Verkehrssektor. Ziel der Bundesregierung ist es, die E-Mobilität auch im schweren Güterverkehr auf den Straßen zu forcieren. Dazu gehört der Aufbau eines Schnellladenetzes für Lkw an Fernverkehrsstrecken. Nach Angaben der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur sind entlang der Autobahnen 350 Standorte geplant mit rund 1.800 besonders schnellen MCS-Ladepunkten und 2.400 CCS-Ladepunkten. Aktuell gibt es laut einer Übersicht aber bundesweit nur 69 öffentlich zugängliche Standorte mit 270 Ladepunkten. 

Der Branchenverband BGL schätzt den Bedarf noch weitaus höher ein. Einer groben Schätzung zufolge bräuchte es demnach für eine komplette Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs 40.000 bis 50.000 Ladepunkte im Megawatt-Bereich. Nur so sei jederzeit ein reibungsloser und schneller Ladebetrieb unterwegs gewährleistet, hieß es.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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