Lagarde: Krieg im Iran wird Inflation nach oben treiben

Mit den Ölpreisen steigen die Preise im Euroraum. Damit wächst der Druck auf die Europäische Zentralbank, die Zinsen anzuheben. Präsidentin Lagarde sieht erhebliche Inflationsgefahren.
dpa |
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EZB-Präsidentin Lagarde warnt vor negativen Folgen des Iran-Kriegs
EZB-Präsidentin Lagarde warnt vor negativen Folgen des Iran-Kriegs © Michael Brandt/dpa
Washington

Kurz vor dem nächsten Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank warnt Präsidentin Christine Lagarde vor Inflationsgefahren wegen des Nahost-Kriegs. "Er wird sich kurzfristig durch höhere Energiepreise erheblich auf die Inflation auswirken", sagte Lagarde beim Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. Die mittelfristigen Folgen hingen von der Intensität und Dauer des Konflikts ab.

Zugleich trübe der Iran-Krieg die Konjunkturaussichten, wie Lagarde betonte: "Die Risiken für die Wachstumsaussichten sind vor allem kurzfristig eher nach unten gerichtet." Der Krieg im Nahen Osten verschärfe die Unsicherheit. "Wir beobachten die Lage aufmerksam", sagte Lagarde. Die EZB, die am 30. April wieder über die Leitzinsen entscheidet, lege sich nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest. 

Inflation zieht schon deutlich an

Der Ölpreisschock mit dem Iran-Krieg hat die Inflation in der Eurozone deutlich nach oben getrieben. Im März legten die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 2,6 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat jüngst mitteilte. Damit ist die Teuerung im Währungsraum so stark wie seit Juli 2024 nicht mehr und das Inflationsziel der EZB auf kurze Sicht deutlich überschritten: Sie strebt mittelfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Noch im Februar hatte die Teuerung bei 1,9 Prozent gelegen.

An den Finanzmärkten ist die Erwartung gestiegen, dass die EZB im Jahresverlauf die Leitzinsen erhöht, die zuletzt unverändert bei 2,0 Prozent lagen. Lagarde hat deutlich gemacht, dass die EZB bereit wäre, notfalls zu handeln.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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