Künstliche Intelligenz verändert Bewerbungsverfahren im Job

Bewerber verfassen Bewerbungsunterlagen mit KI, Betriebe lassen die Maschine zumindest einen Teil der Vorauswahl machen. Das ändert die Kriterien.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen  AZ als Quelle bevorzugen
Bewerbungen werden inzwischen oft mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz geschrieben - und teilweise sogar entschieden (Symbolbild).
Bewerbungen werden inzwischen oft mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz geschrieben - und teilweise sogar entschieden (Symbolbild). © Julian Stratenschulte/dpa
Nürnberg/Düsseldorf

Künstliche Intelligenz verändert einer Umfrage der Jobseite Indeed zufolge die Kriterien, nach denen Personalabteilungen Bewerbungen beurteilen. Anschreiben verlören an Bedeutung - allerdings können KI-generierte Unterlagen auch zum Ausschlusskriterium werden.

Zugleich griffen aber Unternehmen selbst zunehmend auf automatisierte Verfahren zurück, um die wachsende Zahl von Bewerbungen zu bewältigen, wie aus der Umfrage unter Personalentscheidern von 300 Unternehmen hervorgeht. Wegen der begrenzten Zahl der Befragten lassen sich die Ergebnisse jedoch nicht ohne Weiteres auf alle deutschen Unternehmen übertragen.

KI lässt Zahl der Bewerbungen steigen 

Nach Angaben von Indeed berichten 56 Prozent der Befragten von mehr Bewerbungen pro ausgeschriebener Stelle als vor einem Jahr. 21 Prozent sprechen sogar von einem deutlichen Anstieg. Im Durchschnitt schätzen die Personalverantwortlichen, dass rund ein Drittel der eingehenden Bewerbungen mit Hilfe von KI erstellt wird.

Das wirke sich auf die Bewertung der Unterlagen aus: 54 Prozent der Befragten halten Anschreiben für weniger aussagekräftig als früher. Auch Formulierungen im Lebenslauf (46 Prozent), schriftliche Antworten in Bewerbungsformularen (43 Prozent) und zu Hause bearbeitete Testaufgaben (33 Prozent) hätten an Wert verloren. 41 Prozent geben an, Bewerbungen, die offensichtlich vollständig mit KI verfasst wurden, direkt auszusortieren.

Aussortieren ohne menschliches Zutun

Gleichzeitig fehlt den Angaben zufolge vielen Personalabteilungen die Zeit für eine gründliche Prüfung. 35 Prozent der Befragten nähmen sich für die erste Sichtung höchstens eine Minute. 42 Prozent nutzen nach eigenen Angaben offiziell Software oder KI zur Vorauswahl. Dabei werden Bewerbungen teilweise aussortiert, ohne dass ein Mensch die Entscheidung überprüft. 

Von den Befragten, die technische Hilfsmittel zur Vorsortierung einsetzen, räumen sogar 11 Prozent ein, dass automatisch aussortierte Unterlagen vor einer Absage nicht mehr von einem Menschen geprüft werden - dies ist offiziell verboten.

Die Ergebnisse beruhen auf einer von Indeed in Auftrag gegebenen Befragung des Marktforschungsunternehmens Censuswide unter 300 Personalentscheidern. Sie geben deren Einschätzungen wieder und sind nicht als repräsentative Bestandsaufnahme des gesamten deutschen Arbeitsmarkts zu verstehen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

  • Themen:
Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.