KNDS will an die Börse – Zukunftspanzer hin oder her

Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS will den europäischen Panzer der Zukunft entwickeln. Das Projekt ist in weiter Ferne, doch an die Börse will KNDS in jedem Fall.
dpa |
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Der Leopard 2 ist wohl das bekannteste Produkt des Rüstungskonzerns KNDS. (Archivbild)
Der Leopard 2 ist wohl das bekannteste Produkt des Rüstungskonzerns KNDS. (Archivbild) © Sven Hoppe/dpa
Bonn

Ungeachtet der Verzögerungen beim geplanten deutsch-französischen Kampfpanzer MGCS plant der Rüstungskonzern KNDS für dieses Jahr seinen Börsengang. "Die Vorbereitungen laufen planmäßig und der IPO (initial public offering) ist für 2026 vorgesehen", sagte Konzernchef Jean-Paul Alary in München. Ein Datum nannte der Manager nicht. Die Vorbereitung des Börsengangs läuft nach Alarys Worten unabhängig vom MGCS-Großprojekt. "Es gibt keine Verbindung."

MGCS-Panzer in weiter Ferne

Das Kürzel MGCS steht für "Main Ground Combat System" (Hauptbodenkampfsystem). MGCS soll Nachfolger des Leopard 2 werden, des Hauptkampfpanzers mehrerer europäischer Länder. Das Projekt ist jedoch – mutmaßlich wegen politischen Hickhacks hinter den Kulissen – hinter dem Zeitplan, derzeitig Zielmarke ist das Jahr 2045. Wegen der Verzögerung hatte das Bundeskartellamt vor wenigen Monaten KNDS und Rheinmetall die Genehmigung zur Entwicklung einer Zwischenlösung genehmigt, die in der Militärfachpresse "Leopard 3" betitelt wird.

KNDS will keine Waffen für Luft und See entwickeln

"Ich bin ein starker Anhänger des MGCS-Programms, und es sollte klappen", sagte Alary dazu. "Aber wenn es nicht MGCS ist, wird es etwas Anderes sein." Was "etwas Anderes" sein könnte, führte der französische Manager nicht aus. KNDS wird sich jedoch nach Worten des Konzernchefs weiter auf Bodensysteme beschränken. "Wir werden nicht in den Weltraum gehen."

KNDS ging 2015 aus der Fusion des deutschen Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter hervor – damals unter anderem bedingt durch die Kürzungen in den Verteidigungsetats Deutschlands und vieler weiterer europäischer Länder. Hauptsitz ist Amsterdam, die deutsche Zentrale sitzt in München.

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