Klingbeil: Mindestpreis für Seltene Erden kann Option sein

Kurzfristig wollen die USA mit anderen Ländern über den Zugang zu kritischen Rohstoffen sprechen. Vizekanzler Klingbeil mahnt in Washington: Es darf nicht zu einem Pakt gegen Dritte kommen.
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Die USA hatten Finanzminister der G7-Staaten, aber auch von Australien, Südkorea, Indien und Mexiko kurzfristig zu einem Treffen zum Thema eingeladen.
Die USA hatten Finanzminister der G7-Staaten, aber auch von Australien, Südkorea, Indien und Mexiko kurzfristig zu einem Treffen zum Thema eingeladen. © Soeren Stache/dpa
Washington

Im internationalen Ringen um den Zugang zu kritischen Rohstoffen könnte es zu Mindestpreisen unter anderem für Seltene Erden kommen. Finanzminister Lars Klingbeil zeigte sich vor Gesprächen in Washington offen für eine entsprechende Debatte. "Wir müssen in Europa gucken, wie wir Produktion aufbauen können und dafür muss es auch ein bestimmtes Preisniveau geben", sagte der SPD-Chef.

Zugleich mahnte Klingbeil: "Was ich allerdings nicht will, ist, dass wir uns mit Staaten zusammenschließen und Politik gegen Dritte machen." Das Handelssystem müsse auf Kooperation und nicht auf Gegeneinander basieren. "Und da können Mindestpreise eine Option sein", sagte Klingbeil. Fest stehe jedenfalls, dass man bei dem Thema keine Zeit verlieren dürfe. Deshalb solle vieles während der französischen G7-Präsidentschaft in diesem Jahr geklärt werden.

Als kritische Rohstoffe gelten 34 für die Wirtschaft besonders wichtige Stoffe wie Lithium, Kobalt, Seltene Erden, Kupfer oder Aluminium. Sie sind wichtig für Schlüsseltechnologien, ihre Versorgung hängt aber oft von wenigen Ländern wie unter anderem China ab. Die USA hatten Finanzminister der G7-Staaten, aber auch von Australien, Südkorea, Indien und Mexiko kurzfristig zu einem Treffen zum Thema eingeladen.

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