KI-Boom: Südkorea hebt Wachstumsprognose deutlich an

Südkorea rechnet für 2026 mit dem höchsten Wirtschaftswachstum seit fünf Jahren. Der Optimismus beruht vor allem auf dem anhaltenden Boom der Halbleiterbranche.
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Südkoreas Exporte haben sich zuletzt sehr erfolgreich entwickelt. (Archivfoto)
Südkoreas Exporte haben sich zuletzt sehr erfolgreich entwickelt. (Archivfoto) © Lee Jin-man/AP/dpa
Seoul

Die südkoreanische Regierung hat im Zuge der anhaltend hohen KI-Nachfrage ihre Wachstumsprognose für 2026 auf drei Prozent angehoben. Das wäre der höchste Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) seit fünf Jahren und liegt deutlich über der bisherigen Prognose von zwei Prozent. Gleichzeitig hat das Finanzministerium auch den Inflationsausblick für das laufende Jahr aufgrund der hohen Ölpreise von 2,1 auf 2,6 Prozent angepasst. 

Laut Südkoreas Vize-Finanzminister Lee Hyoung Il beruht der Optimismus der Regierung vor allem auf der boomenden Halbleiterbranche, einer Schlüsselindustrie der südkoreanischen Volkswirtschaft. Die Unternehmen Samsung Electronics und SK Hynix zählen zu den weltweiten Marktführern im Bereich Speicherchips. 

Im Vorjahr wuchs Südkorea noch um 1,1 Prozent

Das Finanzministerium gab zudem drei ambitionierte Wirtschaftsziele vor: Demnach will die Regierung das langfristige Wachstumspotenzial Südkoreas auf drei Prozent steigern, das Land unter den vier größten Exportnationen der Welt etablieren und ein Bruttonationaleinkommen pro Kopf (BNE) von 50.000 Dollar erreichen. Im Vorjahr lag das BNE bei 36.850 Dollar. Einen konkreten Zeitpunkt für die Erreichung der Ziele nannte das Ministerium allerdings nicht. Das BNE pro Kopf in Deutschland lag laut Bundesamt für Statistik im Jahr 2024 bei knapp 55.000 Dollar. 

Im letzten Jahr war das BIP in Südkorea um 1,1 Prozent gewachsen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sowie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gehen derzeit von einem Wirtschaftswachstum Südkoreas für das laufende Jahr von 2,6 Prozent aus.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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