Keine Einigung auf Sozialplan bei Zalando in Erfurt

Die Verhandlungen über einen Sozialplan für das Zalando-Logistikzentrum in Erfurt sind geplatzt. Was das für die noch rund 2.000 Beschäftigten bedeutet.
dpa |
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Über den Sozialplan bei Zalando in Erfurt wird nun in einer Einigungsstelle verhandelt. (Illustration).
Über den Sozialplan bei Zalando in Erfurt wird nun in einer Einigungsstelle verhandelt. (Illustration). © Jacob Schröter/dpa
Erfurt

Die Verhandlungen über einen Sozialplan bei dem vor der Schließung stehenden Zalando-Logistikzentrum in Erfurt sind dem Management zufolge gescheitert. Der Betriebsrat habe die Gespräche am Samstag abgebrochen, da er keine weitere Verhandlungsgrundlage sehe, teilte das Unternehmen mit. Damit gehe das Verfahren nun - wie vorab vereinbart - in die Einigungsstelle unter einem neutralen Vorsitz. Von der Arbeitnehmervertretung war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der Sozialplan regelt den finanziellen Ausgleich für die Beschäftigten wie Abfindungen oder Prämien. Beim Interessenausgleich, der die organisatorischen Aspekte der geplanten Schließung wie Schichtplanungen regelt, wurden laut einem Unternehmenssprecher bereits gute Ergebnisse erzielt. Bei Zalando in Erfurt geht es aktuell um rund 2.000 Arbeitsplätze. 

Zalando hält an Schließungsdatum fest

Nach wochenlanger Funstille hatten Management und Betriebsrat Ende Mai die Gespräche über Interessenausgleich und Sozialplan aufgenommen. Dem war ein Vergleich vorausgegangen, der vorsah, dass zunächst außerhalb einer Einigungsstelle verhandelt wird. Da bis zum 20. Juni keine Einigung erzielt wurde, wird nun am kommenden Dienstag die Einigungsstelle unter Vorsitz eines ehemaligen Arbeitsrichters eingesetzt. Als Termin für die vorerst letzte Sitzung ist den Angaben nach der 9. Juli geplant.

Der Dax-Konzern will das Logistikzentrum, mit dem er als Online-Modehändler groß geworden ist, im Herbst schließen. "Unser Ziel bleibt es, das Verfahren zeitnah abzuschließen und das geplante Schließungsdatum zum 30.09.2026 umzusetzen", bekräftigte der Unternehmenssprecher.

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