Karstadt: Wo sind die 300 Millionen?

Die Kette bekommt jede Menge Geld – nur, um dringende Finanzlöcher zu stopfen?
| Susanne Stephan
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MÜNCHEN Das Karstadt-Haus in Schwabing wird am heutigen Freitag wohl rund zwei Stunden später öffnen. Der Betriebsrat hat eine Betriebsversammlung angesetzt. Bundesweit sind für heute und morgen ähnliche Aktionen geplant. Am nächsten Mittwoch sind Karstadt am Hauptbahnhof, Oberpollinger, Karstadt Sport und Karstadt am Nordbad dran.

Die Gewerkschafter wollen damit ähnlich wie bei einem Warnstreik Druck auf die Geschäftsführung ausüben. Das Unternehmen ist aus der Tarifbindung ausgetreten – das soll Karstadt so schnell wie möglich rückgängig machen, fordern sie. Außerdem dringen die Gewerkschafter auf eine Stellen-Garantie und darauf, dass wenigstens ein Teil der gut 300 Millionen Euro aus dem Verkauf der Premium- und der Sport-Häuser dafür verwendet wird, Karstadt aufzumöbeln und für die Kunden attraktiver zu machen. Karstadt hat vor kurzem angekündigt, die Premium Häuser (Oberpollinger, Kadewe, Alsterhaus) und die Sporthäuser an den österreichischen Immobilien-Investor Rene Benko zu veräußern.

Bei den Beschäftigten klingelten die Alarmglocken, unter anderem, weil Benko in Österreich wegen versuchter Bestechung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden ist. Die Befürchtung der Arbeitnehmer-Vertreter: Der Verkauf ist nur der Auftakt zu einer Filetierung von Karstadt. Das Geld wird einzig und allein dafür verwendet, Lieferantenkredite zu bezahlen und eine Pleite hinauszuschieben.

 

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