Juncker fordert Einführung von Corona-Bonds

Trotz der Einigung der EU-Finanzminister auf ein Hilfspaket in der Corona-Krise hat sich der ehemalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker weiter für gemeinsame europäische Anleihen ausgesprochen.
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Jean-Claude Juncker, Ex-Präsident der Europäischen Kommission, spricht sich für gemeinsame europäische Anleihen aus.
Francisco Seco/AP/dpa/dpa Jean-Claude Juncker, Ex-Präsident der Europäischen Kommission, spricht sich für gemeinsame europäische Anleihen aus.

Berlin - Trotz der Einigung der EU-Finanzminister auf ein Hilfspaket in der Corona-Krise hat sich der ehemalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker weiter für gemeinsame europäische Anleihen ausgesprochen.

"Es wäre ein Fehler, sich jetzt von der Einführung von Corona-Bonds oder Eurobonds zu verabschieden", sagte Juncker der "Welt" und den anderen Zeitungen der Leading European Newspaper Alliance (LENA).

Zwar sei die Zeit für Corona-Bonds noch nicht reif gewesen, sagte der EU-Politiker, fügte aber hinzu: "Die Idee der Corona-Bonds wird sich am Ende durchsetzen." Die EU solle weiter auf dieses Ziel hinarbeiten "und den südeuropäischen Ländern, Italien und Spanien, auch klarmachen, dass wir das tun."

Die EU-Finanzminister hatten sich am Donnerstag auf ein Hilfspaket geeinigt. Es enthält in der Hauptsache drei Elemente: vorsorgliche Kreditlinien des Eurorettungsschirms ESM, einen Garantiefonds für Unternehmenskredite der Europäischen Investitionsbank EIB und ein Kurzarbeiter-Programm namens "Sure". Das Streitthema Corona-Bonds war am Donnerstag zunächst ausgeklammert worden. Vor allem Deutschland sperrt sich gegen eine "Vergemeinschaftung von Schulden".

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