Jetzt wird auch in Spanien gegen VW ermittelt

Der spanische nationale Gerichtshof eröffnet jetzt ein Verfahren wegen 680 000 Fahrzeugen, die die Manipulationssoftware enthalten. Staatliche Hilfen sollen zu unrecht ausgezahlt worden sein.
| dpa
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Wegen des Abgas-Skandals droht VW nun weiteres Ungemach aus Spanien.
dpa Wegen des Abgas-Skandals droht VW nun weiteres Ungemach aus Spanien.

Madrid - Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen ermittelt nun auch der spanische Nationale Gerichtshof gegen den deutschen Automobilhersteller.

Untersuchungsrichter Ismael Moreno habe am Mittwoch einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft stattgegeben, teilte das Gericht in Madrid mit. VW sei zum Beschuldigten erklärt worden und solle einen Vertreter ernennen, der bis zum 10. November beim Richter vorstellig werden müsse.

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Moreno habe auch Klageanträge der rechten Gewerkschaft "Manos Limpias" (Saubere Hände) sowie einer Vereinigung von Betroffenen akzeptiert, hieß es. In Spanien sind nach Angaben des Konzerns bis zu 680 000 Fahrzeuge mit Manipulationssoftware unterwegs.

Wie die Nachrichtenagentur efe unter Berufung auf Justizkreise berichtete, forderte Moreno bei VW sowie bei den spanischen Ministerien für Industrie und Landwirtschaft Informationen an.

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Es wird erwartet, dass das Gericht, das sich mit der Verfolgung schwerer Straftaten beschäftigt, unter anderem Untersuchungen wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs und des Verstoßes gegen Umweltgesetze vornimmt. Da die Verbreitung von Autos mit niedrigen Abgaswerten vom spanischen Staat gefördert wird, könnten die Manipulationen nach Ansicht der Staatsanwaltschaft zur Folge gehabt haben, dass staatliche Hilfen ungerechtfertigt ausgezahlt wurden.

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