IW: Wärmepumpe erstmals am häufigsten eingebaute Heizungsart

Beim Heizungstausch haben Wärmepumpen fossile Heizkessel überholt. Ein Experte sieht dafür mehrere Gründe.
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Immer mehr Eigentümer setzen auf Wärmepumpen.
Immer mehr Eigentümer setzen auf Wärmepumpen. © Daniel Reinhardt/dpa
Köln

Wärmepumpen sind beim Heizungstausch inzwischen die erste Wahl. Die Geräte waren 2025 in deutschen Wohngebäuden erstmals die am häufigsten eingebaute Heizungsart. Das zeigt eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Wärmepumpen überholten im vergangenen Jahr bei Heizungsmodernisierungen demnach die überwiegend fossil betriebenen Heizkessel. 3,4 Prozent der selbstnutzenden Eigentümerhaushalte tauschten ihre Heizung aus. 1,9 Prozent ließen eine Wärmepumpe einbauen. Das entsprach dem Niveau von 2024. Bei Kesselheizungen sank die Einbaurate hingegen von 3 auf 1,4 Prozent. Der Anteil neuer Fernwärme-Anschlüsse blieb mit 0,1 Prozent gering.

"Das ist eine echte Trendwende im Heizungskeller", sagte IW-Experte Ralph Henger. Für die Entwicklung sieht er mehrere Gründe. Wer mit einer Wärmepumpe heize, zahle derzeit die niedrigsten Heizkosten. Die meisten Geräte könnten im Sommer auch kühlen und machten damit eine separate Klimaanlage überflüssig. Für 2026 erwartet Henger, dass die Wärmepumpe beim Heizungstausch die Nummer eins bleibt und ihren Vorsprung ausbaut. 

Experte rechnet mit anhaltendem Trend

2025 wurden deutlich weniger neue Heizungen in Wohngebäuden eingebaut. Die Einbaurate sank den Experten zufolge im Vergleich zum Vorjahr von etwa 5 auf 3,4 Prozent. Grundlage der Daten ist ein Report des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Kopernikus-Projekts Ariadne, an dem das IW mitgewirkt hat. Dafür werden seit 2021 jährlich 15.000 Haushalte befragt.

Auch in Neubauten gewinnen Wärmepumpen weiter an Bedeutung. Knapp drei Viertel (73,6 Prozent) der rund 58.900 Wohngebäude, die 2025 fertiggestellt wurden, werden hauptsächlich mit Wärmepumpen beheizt, teilte das Statistische Bundesamt im Juni mit. Binnen zehn Jahren hat sich der Anteil damit mehr als verdoppelt.

Für den Einbau von Wärmepumpen und anderen klimafreundlichen Heizungen gibt es in den kommenden Jahren weniger Zuschuss vom Staat. Bisher ist beim Umstieg eine Förderung bis zu 70 Prozent möglich. Der maximal erhältliche Investitionskostenzuschuss für den Heizungstausch betrug bis zu 21.000 Euro der sogenannten förderfähigen Kosten. Bis 2030 soll der Betrag schrittweise um mehrere Tausend Euro sinken. Die Regierung begründet das auch mit Sparzwängen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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