Infineon kauft Teil von ams Osram

Der Bereich, der eine spezielle Sorte von Sensoren herstellt, kostet mehr als eine halbe Milliarde Euro.
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Infineon-Chef Jochen Hanebeck bekommt rund 230 neue Mitarbeiter.
Infineon-Chef Jochen Hanebeck bekommt rund 230 neue Mitarbeiter. © Peter Kneffel/dpa
Neubiberg/München/Premstätten

Infineon kauft einen Bereich des Sensorgeschäfts des deutsch-österreichischen Unternehmens ams Osram. Der Kaufpreis beträgt rund 570 Millionen Euro, wie die Unternehmen mitteilen. Infineon erwartet dadurch einen zusätzlichen Umsatz von rund 230 Millionen Euro im Jahr 2026. 

Konkret geht es bei dem Geschäft um das nichtoptische Automotive-, Industrie- und Medizinsensorgeschäft von ams Osram. Durch den Kauf will Infineon seine Position stärken und die Produktpalette erweitern. Unter anderem mit Detektoren für die Computer-Tomographie, Teilen für Industrieautomation und Gebäudetechnik oder hochpräzisen Sensoren - beispielsweise für die Fahrwerkspositionsmessung, Handkontakt-Erkennung am Lenkrad, Winkel- und Positionserfassung in der Robotik oder die kontinuierliche Glukosemessung bei Diabetes-Patienten.

Produktionsstätten sind von dem Deal nicht betroffen, allerdings wechseln rund 230 Mitarbeiter zu Infineon. Vollzogen werden soll dies im zweiten Quartal des Kalenderjahres. 

Neue Möglichkeiten

"Das erworbene Geschäft passt strategisch perfekt zu Infineon und ergänzt unser starkes Angebot im Analog- und Sensor-Bereich", sagte Konzernchef Jochen Hanebeck. "Ich bin überzeugt, dass es sich um eine herausragende technologische, finanzielle und kulturelle Ergänzung handelt. Mit dem Zukauf erschließen wir uns neue Möglichkeiten – in etablierten Zielmärkten und in aufstrebenden Feldern wie der humanoiden Robotik."

Der Verkäufer ams Osram, der vor einigen Jahren bei der Übernahme von Osram durch den österreichischen Sensorspezialisten ams entstanden war, senkt durch die Einnahmen seine Verschuldung. Zudem will sich das Unternehmen stärker auf intelligente optische Halbleiter für Lichtemission und Sensorik konzentrieren. Auf diese Weise schlage man zwei Fliegen mit einer Klappe, sagte ams Osram-Chef Aldo Kamper.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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