Industrie bekommt weniger Aufträge

Die deutsche Industrie hat gedämpft durch eine schwächelnde Nachfrage aus dem Ausland den stärksten Rückgang der Neuaufträge seit über zwei Jahren verzeichnet.
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Ein Mitarbeiter überprüft Nockenwellen für ein Fahrzeug der Marke BMW. Die Nachfrage nach deutschen Produkten aus dem Ausland lässt stark nach.
Matthias Bein/dpa Ein Mitarbeiter überprüft Nockenwellen für ein Fahrzeug der Marke BMW. Die Nachfrage nach deutschen Produkten aus dem Ausland lässt stark nach.

Wiesbaden - Die deutsche Industrie hat gedämpft durch eine schwächelnde Nachfrage aus dem Ausland den stärksten Rückgang der Neuaufträge seit über zwei Jahren verzeichnet.

Im Februar sei der Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe im Monatsvergleich um 4,2 Prozent zurückgegangen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Das ist der stärkste Einbruch seit Anfang 2017.

Damit ist der Auftragseingang bereits den zweiten Monat in Folge kräftig gesunken. Im Januar hatte es einen Rückgang um 2,1 Prozent im Monatsvergleich gegeben, wie die Statistiker nach revidierten Daten mitteilten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug der Rückgang im Februar 8,4 Prozent.

Ausschlaggebend für den Einbruch im Februar war ein starker Rückgang der Nachfrage nach deutschen Produkten aus dem Ausland. Beim Auftragseingang aus dem Ausland meldete das Bundesamt einen Rückgang um 6,0 Prozent im Monatsvergleich. Aus dem Inland gingen die Aufträge nur um 1,6 Prozent zurück.

Experten sehen die Hauptursache in der aktuellen Konjunkturschwäche in China, einem der wichtigsten deutschen Handelspartner. "Die Auftragseingänge signalisieren einen klaren Abschwung", sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Die Dauer des Abschwungs hänge entscheidend von Konjunkturmaßnahmen der Regierung in China ab.

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