In NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz ist Sprit am teuersten

Das Niedrigwasser am Rhein treibt die Spritpreise nach oben - das wirkt sich auch auf den deutschen Durchschnittspreis aus. Billig ist es gerade in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Bayern.
dpa |
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Am Rhein tankt es sich derzeit besonders teuer. (Symbolbild)
Am Rhein tankt es sich derzeit besonders teuer. (Symbolbild) © Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa
München

Die Menschen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz müssen derzeit am meisten für Sprit bezahlen. Sowohl bei Superbenzin der Sorte E10 als auch bei Diesel gibt es dort die höchsten Durchschnittspreise in Deutschland, wie eine Auswertung des ADAC ergab. Der Abstand zum derzeit besonders billigen Mecklenburg-Vorpommern liegt teils bei mehr als 8 Cent. Auch Berlin und Bayern liegen deutlich unter dem Durchschnitt. Insgesamt steigen die Preise derzeit leicht an. 

 "Die höheren Preise in den drei teuersten Bundesländern dürften sich hauptsächlich durch die logistischen Herausforderungen aufgrund des Niedrigwassers am Rhein erklären lassen", sagt der ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Laberer. Und das hat auch Auswirkungen auf den bundesweiten Durchschnitt. "Niedrigwasser ist ein Sonderfaktor, der auch den bundesweiten Durchschnitt um einige Cent nach oben ziehen dürfte", sagt Laberer. 

Nur noch 3,4 Cent unter dem Allzeithoch 

Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Montags kostete ein Liter Super E10 2,169 Euro - das waren 0,8 Cent mehr als am Sonntag. Damit liegt der Kraftstoff nur noch um 3,4 Cent unter seinem Allzeithoch aus dem März 2022. Diesel verteuerte sich um 0,9 Cent auf 2,252 Euro pro Liter. Und auch die ersten Werte vom Dienstagmorgen weisen sowohl bei E10 als auch bei Diesel weiter nach oben.

"Mit Blick auf die Haupteinflussfaktoren, den Ölpreis und den Dollar-Wechselkurs, ist Sprit im Moment deutlich zu teuer", sagt Laberer. In den vergangenen Monaten war Rohöl schon teils deutlich teurer als jetzt. 

Für den Bundesländer-Vergleich hat der ADAC die Preise um 11.00 Uhr vormittags herangezogen. Dies ist seit Einführung der 12-Uhr-Regel meist einer der billigsten Momente des Tages. Ein Vergleich mit dem bundesweiten Tagesdurchschnitt ist daher nicht sinnvoll, ein Vergleich zwischen den 11-Uhr-Werten der einzelnen Länder sehr wohl. 

Wo es günstig ist

Am günstigsten war zu diesem Zeitpunkt am Dienstag Mecklenburg-Vorpommern mit 2,078 Euro pro Liter E10 und 2,172 Euro pro Liter Diesel. Dahinter folgen Berlin mit 2,081 Euro für E10 und 2,175 Euro für Diesel und Bayern mit 2,087 Euro und 2,175 Euro. 

"Dass es in Bayern aktuell verhältnismäßig günstig ist, dürfte auch daran liegen, dass es über große Pipelines aus dem Süden mit Rohöl versorgt wird und daher vom Rhein-Niedrigwasser verhältnismäßig unabhängig ist", erklärt Laberer. "In Berlin spielt die höhere Tankstellendichte und damit ein höherer Wettbewerb eine Rolle." 

Am teuersten waren die drei bereits angesprochenen Länder im Westen. Bei E10 trifft es die Hessen mit 2,164 Euro pro Liter am härtesten, gefolgt von NRW mit 2,163 Euro und Rheinland-Pfalz mit 2,157 Euro. Bei Diesel ist NRW mit 2,254 Euro am teuersten, dahinter folgen Rheinland-Pfalz mit 2,238 Euro und Hessen mit 2,236 Euro.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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