Ifo: Deutsche Exporteure deutlich positiver gestimmt

Das Barometer des Münchner Instituts steigt auf den höchsten Wert seit Beginn des russischen Angriffskriegs. Selbst eine aktuell stark belastete Branche ist zuversichtlich.
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Die deutschen Exporteure erwarten deutlich bessere Geschäfte. (Archivbild)
Die deutschen Exporteure erwarten deutlich bessere Geschäfte. (Archivbild) © Hauke-Christian Dittrich/dpa
München

Die deutschen Exportunternehmen blicken einer Umfrage des Ifo-Instituts zufolge so positiv in die Zukunft wie seit Jahren nicht mehr. Im August schnellte der entsprechende Index des Münchner Instituts auf plus 9,6 Punkte in die Höhe, nach minus 2,8 Punkten im Juli. "Dies ist der höchste Wert seit Februar 2022 und der stärkste Anstieg seit Juni 2020", teilte das Ifo mit. 

Im Februar 2022 hatte die russische Vollinvasion der Ukraine begonnen. Der Krieg belastet die exportorientierte deutsche Wirtschaft seitdem massiv, so stiegen unter anderem die Energiekosten stark an.

"Die Exportwirtschaft nimmt Fahrt auf", sagte Ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe nun. "Insbesondere die Ausfuhr in die EU boomt, während die Exporte nach China weiter schwächeln."

Optimistisch sind demnach besonders die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen, von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen. Als Gründe nennt das Ifo die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft und die hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz.

Sogar die Autoindustrie ist optimistisch

Selbst die schwer angeschlagene Automobilindustrie schätzt ihre Exportaussichten demnach deutlich optimistischer ein. Auch Hersteller von Metallerzeugnissen entwickeln neue Zuversicht. Schlechter sieht es laut Ifo beim Papiergewerbe sowie bei Unternehmen in der Metallerzeugung und -bearbeitung aus, sie rechnen mit rückläufigen Exporten.

Am Dienstag hatte das Statistische Bundesamt mitgeteilt, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal trotz Rückschlägen infolge des Iran-Kriegs zum Vorquartal um 0,3 Prozent zugelegt habe und damit um 0,1 Punkte mehr als zunächst erwartet. Das Wachstum liegt vor allem an starken Exporten sowie hohen Unternehmensgewinnen und einer Belebung am Bau.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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