IEA beschleunigt Freigabe von Ölreserven – Diesel im Fokus

Die IEA will die im März zugesagten Ölreserven rasch vollständig freigeben. Vorrang hat Diesel – rund 100 Millionen Barrel sollen den Markt erreichen.
dpa |
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Die IEA-Mitgliedsstaaten wollen die Freigabe von Ölreserven beschleunigt umsetzen. (Archivbild)
Die IEA-Mitgliedsstaaten wollen die Freigabe von Ölreserven beschleunigt umsetzen. (Archivbild) © Marijan Murat/dpa
Paris

Die Internationale Energieagentur (IEA) will den von Deutschland und den übrigen G7-Staaten angesichts der steigenden Kraftstoffpreise geforderten Zugriff auf Ölnotreserven umsetzen. Die IEA-Mitgliedsregierungen hätten sich dafür ausgesprochen, die im März beschlossene Freigabe von Ölreserven zu beschleunigen und so bald wie möglich abzuschließen, teilte die IEA nach einem Treffen in Paris mit. Angesichts der angespannten Lage auf den Dieselmärkten solle der Freigabe von Dieselvorräten so weit wie möglich Vorrang eingeräumt werden.

Die IEA hatte im März als Reaktion auf den Iran-Krieg die Freigabe einer Rekordmenge von 400 Millionen Barrel Rohöl strategischer Ölreserven beschlossen. Davon seien bislang rund 325 Millionen Barrel tatsächlich freigegeben worden, wobei einige Länder größere Mengen freigegeben hätten, als sie ursprünglich zugesagt hatten, teilte die IEA mit. Die vollständige Freigabe aller im März zugesagten Bestände, die noch nicht freigegeben wurden, würde rund 100 Millionen Barrel auf den Markt bringen. Dies entspricht der von den G7 geforderten Menge.

Die IEA-Mitgliedsregierungen verfügten nach wie vor über beträchtliche öffentliche Ölnotreserven im Umfang von rund 1,1 Milliarden Barrel, darunter über 200 Millionen Barrel Diesel, teilte die Energieagentur in Paris mit. Die IEA sei bereit, bei Bedarf weitere Mengen dieser Reserven auf den Markt zu bringen.

Die G7, zu denen neben Deutschland auch Frankreich, Großbritannien, Italien, die USA, Japan und Kanada gehören, hatten Anfang Oktober gefordert, dass ab sofort und über vier Monate 100 Millionen Barrel Rohöl tatsächlich freigegeben werden. Mit der Maßnahme sollen die Preise für Kraftstoffe gesenkt werden.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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