Holzeinschlag in deutschen Wäldern sinkt weiter

Seit Jahren wird immer weniger Holz aus heimischen Wäldern geholt. Das liegt maßgeblich daran, dass ein Großteil kranker und geschädigte Bäume bereits gefällt worden ist.
dpa |
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Der Großteil des eingeschlagenen Holzes findet Verwendung in der Säge- und Furnierindustrie, etwa als Paletten- oder Parkettholz. (Archivbild)
Der Großteil des eingeschlagenen Holzes findet Verwendung in der Säge- und Furnierindustrie, etwa als Paletten- oder Parkettholz. (Archivbild) © Patrick Pleul/dpa
Wiesbaden

In deutschen Wäldern sind 2025 weniger Bäume gefällt worden als ein Jahr zuvor. Mit 57,3 Millionen Kubikmetern lag der Holzeinschlag um 6,4 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Mehr als die Hälfte sind Nadelhölzer wie Fichten und Tannen.

Seit dem Höchstwert 2021 mit damals 83 Millionen Kubikmetern Holz wird die Menge Jahr für Jahr geringer. Das liegt vor allem daran, dass weniger Bäume aus den Wäldern geholt werden, die infolge von Sturm, Trockenheit oder Borkenkäfer geschädigt sind.

Großteil kranker Bäume schon aus den Wäldern geholt

Im Jahr 2025 wurden 12,7 Millionen Kubikmeter sogenanntes Schadholz eingeschlagen, ein Jahr zuvor war es mit 27,3 Millionen Kubikmetern noch mehr als doppelt so viel. 2020 war mit 60,1 Millionen Kubikmetern das höchste Schadholzaufkommen seit Beginn der Zeitreihe 1990 verzeichnet worden. Der Anteil des Schadholzes am gesamten Holzeinschlag verringerte sich von knapp drei Viertel (74,8 Prozent) 2020 auf weniger als ein Viertel (22,1 Prozent) 2025.

"Der deutlich geringere Holzeinschlag im Vergleich zu den durch Borkenkäferbefall geprägten Jahren 2020 und 2021 – sowohl beim insektenbedingten Schadholz als auch beim Fichtenholz – deutet darauf hin, dass ein Großteil der geschädigten Bäume bereits in den Vorjahren gefällt und dem Wald entnommen wurde", folgern die Wiesbadener Statistiker.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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