Hoher Bedarf im Osten für direkte Corona-Hilfen

In der Corona-Krise hat die Wirtschaft im Osten aus Sicht des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, einen hohen Bedarf an Direktzuschüssen für kleine Firmen.
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Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, sieht einen hohen Bedarf an Direktzuschüssen für kleine Firmen im Osten.
Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/dpa Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, sieht einen hohen Bedarf an Direktzuschüssen für kleine Firmen im Osten.

Berlin - In der Corona-Krise hat die Wirtschaft im Osten aus Sicht des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, einen hohen Bedarf an Direktzuschüssen für kleine Firmen.

"Wir beobachten, dass die Hilfen für Solo-Selbstständige und kleine Firmen in den neuen Bundesländern überproportional abgerufen und gebraucht werden", sagte der parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium der Deutschen Presse-Agentur. "Das hängt auch mit den anderen Wirtschaftsstrukturen zusammen. Im Osten dominieren immer noch kleinere Firmen. Die Kapitaldecken sind dünner als im Westen."

Wanderwitz sagte zudem, es müsse neben branchenspezifischen Lösungen in der Corona-Krise auch über regionalspezifische Maßnahmen nachgedacht werden, im Rahmen des neuen gesamtdeutschen Fördersystems. "Wir müssen die strukturschwächeren ländlichen Räume besonders im Blick haben. Das Eigenkapital der Firmen muss auf Dauer gestärkt werden."

Es gebe immer noch einen Nachholbedarf beim wirtschaftlichen Aufholprozess im Osten, sagte Wanderwitz. "Löhne und Produktivität sind weiter unter dem Niveau im Westen."

Bund und Länder hatten in der Corona-Krise umfassende Hilfspakete beschlossen, um Firmen und Jobs zu schützen. Neben einem KfW-Sonderkreditprogramm gibt es für Solo-Selbständige sowie kleine Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten direkte Zuschüsse, die über die Länder ausgezahlt werden. Der Bund gibt dafür Mittel von bis zu 50 Milliarden Euro.

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