Hohe Dieselpreise belasten Nahverkehrsunternehmen

Steigende Kraftstoffpreise erhöhen den Druck auf örtliche Busanbieter. Die Branche fordert politische Unterstützung - und warnt vor Lücken und Ausfällen.
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Der VDV warnt vor den Auswirkungen gestiegener Kosten für die Nahverkehrsunternehmen in Deutschland. (Archivbild)
Der VDV warnt vor den Auswirkungen gestiegener Kosten für die Nahverkehrsunternehmen in Deutschland. (Archivbild) © Marcus Brandt/dpa
Berlin

Angesichts der stark gestiegenen Kraftstoffpreise warnt der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen vor Einschnitten im Nahverkehrsangebot (ÖPNV) der Kommunen. "Die stark gestiegenen Dieselpreise treffen die Verkehrsunternehmen in Deutschland in einer ohnehin wirtschaftlich angespannten Lage", teilte der ÖPNV-Geschäftsführer beim VDV, Alexander Möller, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Die Branche kann die zusätzlichen Belastungen nicht mehr lange aus eigener Kraft auffangen." 

Die Unternehmen seien mit monatlichen Mehrkosten in sechsstelliger Höhe konfrontiert. Bund und Länder seien jetzt gefordert, den Unternehmen zu helfen und schnelle Lösungen für die Situation zu finden. "Nur mit politischer Unterstützung können Angebot und Ticketpreise im ÖPNV stabil bleiben", betonte Möller. 

Das fordert auch der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO) - und warnt vor dem Wegfall von Buslinien insbesondere in ländlichen Regionen. "Wir stehen vor einer ernsthaften Gefährdung der Mobilität im Land", teilte WBO-Geschäftsführerin Yvonne Hüneburg mit. Die Unternehmen könnten die Kosten in dieser Größenordnung nicht aus eigener Kraft abfangen.

Stark gestiegene Kosten

"Gerade bei kleineren Unternehmen sind Betriebsaufgaben dann wahrscheinlich", betonte sie. Dies sei für den ländlichen Raum fatal, denn diese Unternehmen erschlössen das Land in der Fläche und sorgten jeden Tag dafür, dass Kinder und Jugendliche sowie Arbeitnehmer zur Schule oder zur Arbeit kämen. 

Wie viel Geld für den Nahverkehr fließt

Die Nahverkehrsunternehmen leiden bereits seit der Corona-Pandemie unter stark gestiegenen Kosten für Kraftstoffe und Energie. Seit Jahren fordern sie deshalb mehr Geld von Bund und Ländern. Der Nahverkehr wird zum Großteil durch staatliche Gelder finanziert. Der Bund stellt den Ländern dafür sogenannten Regionalisierungsmittel zur Verfügung. Derzeit sind das im Jahr rund 12 Milliarden Euro. Die Gelder steigen jährlich um drei Prozent. Immer wieder wird über die Erhöhung dieser Mittel gestritten. 

Aus Sicht der Länder braucht es bis 2031 rund 14 Milliarden Euro zusätzlich, um den Status quo beim Nahverkehrsangebot in Deutschland zu erhalten. Dieses Geld müsse der Bund bereitstellen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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